Hohe Betriebsdichte und niedrige Arbeitslosigkeit

Südthüringer Wirtschaft läuft dem Osten davon - IHK-Information

Suhl (wotan/Hartwig) - Das ifo-Geschäftsklima für Ostdeutschland ist im Mai 2012 zum dritten Mal in Folge gesunken, dagegen hat sich das Konjunkturklima in Südthüringen verbessert.

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Logo der IHK Südthüringen

© Foto: wotan

Die Industrie- und Handelskammer Südthüringen (IHK) sieht darin ein weiteres Signal der Annäherung Südthüringens an die alten Bundesländer.
Die Auswertung des ifo-Instituts zeigt, dass die Unternehmen in den neuen Bundesländern vor allem mit der aktuellen Geschäftslage unzufrieden sind. Dagegen erwarten sie in den kommenden Monaten wieder bessere Geschäfte. Die Beurteilung der Geschäftslage und die Erwartungen der Unternehmen haben in Südthüringen einen ähnlichen Verlauf. Allerdings steigt hier der Konjunkturklimaindikator.
„Die Unternehmen in Südthüringen beurteilen die Geschäftslage weniger pessimistisch als die Unternehmen in den neuen Bundesländern insgesamt. Außerdem werden in der hiesigen Region die Chancen der nächsten Monate bereits jetzt klarer wahrgenommen. Der Grund hierfür ist, dass die Südthüringer Wirtschaft bereits stark zum  Westen aufgeschlossen hat. Die Industrie hat hier eine ähnliche Bedeutung wie in den Wachstumsregionen der alten Bundesländer. Daher ist hier in Südthüringen die Arbeitslosigkeit geringer als in den anderen Regionen Ostdeutschlands“, erklärt Dr. Ralf Pieterwas, Hauptgeschäftsführer der IHK Südthüringen.
Die Bedeutung der Industrie in Südthüringen zeigt sich gut an der Betriebsdichte. Mit elf Betrieben auf Zehntausend Einwohner ist diese Branche hier ähnlich bedeutend wie in Coburg und Hagen. Lediglich in den Regionen Siegen und Villingen-Schwenningen gibt es eine höhere Dichte an Industriebetrieben. Die starke industrielle Dynamik geht mit einer niedrigen Arbeitslosenquote einher. Im Jahresdurchschnitt 2011 wurden in Südthüringen 7,1 Prozent erreicht. Südthüringen liegt damit auf ähnlichem Niveau wie Niedersachsen, dem Saarland und Schleswig-Holstein. Der Durchschnitt der neuen Bundesländer betrug hingegen 11,2 Prozent.

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