212. traditioneller Markt

Kalter Markt in Römhild seit 1800

Römhild (wotan) - Am 26. Januar 2012 lockten über 200 Händler mit ihrem vielschichtigen Warenangebot sowie Kleintierzüchter und Trödelmarktstände tausende Besucher bei idealem Winterwetter nach Römhild.

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Markttreiben in der Morgendämmerung

© Foto: wotan

Aus allen Himmelsrichtungen Deutschlands waren Händler schon am Vorabend des Kalten Marktes nach Römhild gereist, um ab den frühen Morgenstunden des 26. Januars 2012 ihre Waren anzupreisen. Aus dem Norden kam der Hamburger Bananen-Fred, der Münchner Mario Kilian mit Filzpantoffeln aus dem Süden, aus dem Osten die Firma Bons GBR von Weisswasser mit Süßigkeiten und die Firma Hirschmann aus Solingen vertrat mit Messern, Scheren und Haushaltswaren den Westen der Republik. Aus dem Nachbarland Polen war die Firma FH „Aleksandra“ mit Hunde- und Pferdesportartikeln angereist.
Ein vielfältiges Angebot von Textilien, Schuhen und anderen Lederwaren, Spielzeug, Korb-, Kork- und Holzwaren, Haushaltswaren, CD, Strickwaren, Waren des täglichen Bedarfs, Floristik oder Kinderbekleidung fand Besucherinteresse und bei fairen Preisen auch Kauflustige.
Neu im Sortiment waren Gartengeräte und Waren für Haus und Hof. Etwa zwei Drittel der Händler kommen jedes Jahr und erhalten ihren angestammten Platz, so dass sie für die Stammbesucher auch leicht zu finden waren.
Bei Speisen und Getränken gab es sowohl Traditionelles als auch Neuheiten. Es wurden Met, Obst, Fisch, Käse, Fleisch- und Wurstspezialitäten von Pferd, Rind,  Schwein, Lamm oder Geflügel, selbstgebackenes Brot, Flammkuchen, Zwiebelkuchen und Pizza angeboten. Auch Südtiroler Schinken, Bergkäse oder ungarische Spezialitäten fanden guten Absatz.

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Bürgermeister und Landrat im Besucherstrom

© Foto: wotan

Bürgermeister Klaus Theilig und sein Gast Thomas Müller konnten sich bei einem mehrstündigen Rundgang vom ordnungsgemäßen Ablauf des 212. Kalten Marktes überzeugen. Auch das Wetter spielte mit, nicht zu kalt und niederschlagsfrei.
Für die Kleintierzüchter war die traditionelle Kleintierbörse Anlaufpunkt. Es wurde die Erlaubnis für 200 Tauben, 30 Enten, Gänse und Puten, 70 Hühner und 50 Kaninchen erteilt. Für die ausgestellten Tiere musste eine aktuelle tierärztliche Bescheinigung vorliegen, ausgenommen waren hierbei die Landkreise Hildburghausen, Saalfeld-Rudolstadt, Coburg, Rhön-Grabfeld, Schmalkalden-Meiningen, der Ilmkreis, Sonneberg, Hassberge und die kreisfreie Stadt Suhl. Bei Gänsen und Enten musste tierärztlich aviäres Influenziavirus ausgeschlossen sein. Tauben, Hühnergeflügel, Sittiche und Papageien hatten Fußringe zu tragen und Hühnergeflügel sowie Truthühner gegen die Newcastle-Krankheit geimpft zu sein. Sporttauben sollten gegen Paramyxovirose geimpft sein.

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Tierliebe Kleinkinder

© Foto: wotan

Neben den strengen seuchenhygienischen Vorschriften hatten die Römhilder Veranstalter weitere Auflagen erteilt. Die Ausstellungskäfige mussten in einem sauberen Zustand, verletzungssicher und nicht überbelegt sein. Für Vogelkäfige waren zwei Sitzstangen gefordert, ein Drittel der Sitzstangen durfte nicht belegt sein. Bei anderen Käfigen musste ein Drittel der Bodenfläche frei bleiben.
Wenn die Käfige in einer Reihe frei im Raum oder vor einer durchsichtigen Wand beziehungsweise Fenstern standen, war eine  blickdichte Rückwand gefordert. Die Käfige mussten in Tischhöhe aufgestellt werden, zwischen den Käfigreihen war ausreichender Abstand für die Besucher sicher zu stellen.
Jeder Stand war mit einem gut sicht- und lesbaren Schild zu versehen, auf dem Name und Anschrift des Anbieters/Ausstellers aufgeführt waren. Die ausgestellten Tiere mussten jederzeit Zugang zu Trinkwasser und Futter haben. Wirbeltiere durften an Jugendliche unter 16 Jahre nur mit Einwilligung der Erziehungsberechtigten abgegeben werden. Nach Ende der Veranstaltung mussten die Ausstellungsflächen ordnungsgemäß gereinigt und desinfiziert werden.
Auch der Trödelmarkt an mehreren Standorten war gut besucht. Neben alten Büchern, Figuren, Spielzeug und Haushaltsgeräten waren auch verschiedenste Uniformen angeboten worden.
Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr organisierten in bewährter Weise das Parken auf Straßen und Plätzen sowie den Umleitungsverkehr.

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