Gera (pt) - Ein neuartiges Verfahren zur nachhaltigen Senkung des Bluthochdrucks (Hypertonie) wurde jetzt erstmals am SRH Wald-Klinikum Gera erfolgreich bei drei Patienten durchgeführt. Durch den schonenden Eingriff unter der Bezeichnung „Renale Denervierung“ (RDN-Therapie) kann klinisch und medikamentös bislang nicht- oder schwer einstellbarer Bluthochdruck deutlich, im Mittel um ca. 30 mm bzgl. des oberen Messwertes, gesenkt werden.
Von einer nicht beherrschbaren Hypertonie sind etwa zehn Prozent aller Bluthochdruckpatienten betroffen. Der schonende Eingriff erfolgt über einen Katheter an den Nierenarterien. „Bei der RDN-Therapie unterbrechen wir die überaktiven Nerven, sodass weniger Hormone zur Blutdruckerhöhung produziert werden können“, erläutert Dr. Martin Winterhalter, Chefarzt der Klinik für Kardiologie, den Eingriff. „Zugleich werden Herz, Nieren und Blutgefäße vor einer weiteren Schädigung geschützt.“ Bei dieser Methode, die normalerweise 40 – 60 Minuten dauert, ist keine Vollnarkose erforderlich. Die RDN-Therapie, so Winterhalter weiter, zeichne sich schließlich durch rasche Genesungszeit mit minimaler Komplikationsrate aus.
„Mit diesem weltweit für Aufsehen sorgenden Verfahren, das seit ca. drei Jahren erfolgreich angewendet wird, haben wir Kardiologen einen entscheidenden Durchbruch bei der Behandlung der Hypertonie erreicht.“
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