Hofgeismar (KA) – Die Wirtschaftskraft der Region demonstrieren und Innovationen sowie Bewährtes präsentieren – das sind die Kernpunkte der Hofgeismarer Gewerbeschau, die auch diesmal wieder zu einem großen Erfolg wurde. Durch den der Veranstaltung angeschlossenen Reisemarkt gleichzeitig Informationen über diverse Reiseziele aus erster Hand einzuholen, war schließlich das i-Tüpfelchen für die Besucher auf dem Gelände des Turnhagens.
Das Wetter meinte es nach den vielen unbeständigen und kühlen Aprilwochen recht gut, so dass sich auch die Aussteller im Außenbereich über gut frequentierte Stände freuen konnten.
Wilfried Eckart, Vorsitzender des ausrichtenden Heimat- und Verkehrsvereins, sah der Zukunft der Stadt positiv entgegen – auch wenn der demografische Wandel Hofgeismar vor die ein oder andere Herausforderung stellen wird. „Alterung und Schrumpfung der Bevölkerung wird Regionen und Städte zu Verlierern machen. Für uns kommt es nun darauf an, ob wir mit unseren über viele Jahre geschaffenen Voraussetzungen den Herausforderungen gewachsen sind“, so Eckart. Gleichzeitig rief er dazu auf, aktiv am Projekt der Stadtentwicklung mitzuarbeiten, in dessen Steuerungsgruppe Eckart den Heimat- und Verkehrsverein vertritt. Doch neben Zukunftsaussichten, bei denen es einige Probleme zu bewältigen gibt, hatte der Vorsitzende des HVV auch positive Nachrichten im Gepäck: „Wir haben einen erfreulichen Rückgang der Arbeitslosen zu verzeichnen. Durch die Entwicklung des Steueraufkommens, staatliche Zuschüsse sowie eine sparsam wirtschaftende Verwaltung im Rathaus unserer Stadt Hofgeismar konnten die Schulden weiter abgebaut werden. Die niedrigste Pro-Kopf-Verschuldung aller Kommunen im Landkreis Kassel spricht hier Bände“.
Die Vorsitzende der Gemeinschaft für Handel und Gewerbe, Annie Lalé, bedankte sich bei den Ausstellern für die Bereitschaft, die Gewerbeschau mit einem eigenen Stand mitzugestalten, was keine Selbstverständlichkeit sei, da dies einiges an Arbeit sowie auch einen finanziellen Aufwand bedeute. Sie warb ebenfalls für die Mitwirkung am Stadtentwicklungsprozess, wie es bereits viele Bürger engagiert tuen, und unterstrich noch einmal das Ziel der Werbegemeinschaft, Hofgeismar zur Dornröschenstadt zu entwickeln.
Der Schirmherr der Veranstaltung, Bürgermeister Heinrich Sattler, stimmte ebenfalls in den Chor der Aufbruchstimmung ein und lobte die perfekte Organisation der Gewerbeschau. Beim Betreten des Festplatzes und der beiden Ausstellungszelte könne man vermuten, man befinde sich auf einer der großen Messen im Lande. Dies zeige mehr als deutlich: „Wir müssen uns nicht verstecken!“ Die Wirtschaft sei das wichtigste Fundament in den Städten und Gemeinden, so Sattler weiter. „Denn ohne funktionierendes Wirtschaftsleben kann eine Kommune und können die Bürgerinnen und Bürger nicht existieren“. Auch der Bürgermeister brach eine Lanze für das Stadtmarketing, das nicht nur für die schnellen, sondern auch für die länger wirkenden Erfolge zuständig sei. „Wir müssen uns anpassen und unsere politischen Entscheidungen nicht am Bauchgefühl, sondern an den Marktmechanismen und mehr noch: an den Kundenwünschen orientieren“.
Neben allem, was die Unternehmen, Firmen und Betriebe an Produkten und Techniken auf der zweitägigen Gewerbeschau präsentierten und den Besuchern in unzähligen Gesprächen und vielen Live-Demonstrationen näher brachten, war auch für ein umfangreiches Rahmenprogramm gesorgt. Musik, Tanz und Vorführungen sowie die Verlosung attraktiver Gewinne ließen die Besucher immer wieder Richtung Bühne strömen, um sich die mühevoll vorbereiteten Programmpunkte anzusehen und mit entsprechendem Beifall zu bedenken.