Feierliche Kreistagssitzung in der Ackerscheune der Abtei Marienmünster

40 Jahre Kreis Höxter: „Geschichte einer leistungsfähigen Einheit“

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Mit ihrem Klavierspiel begeisterte Kulturpreisträgerin und Ausnahmetalent Lara-Sophie Kluwe (13) aus Bad Driburg die Gäste des Festakts.

© Foto: Kreis Höxter

Kreis Höxter (wrs) - Mit einem großen Festakt in der Abtei Marienmünster feierten Landrat Friedhelm Spieker und die Mitglieder des Kreistags die Gründung des Kreises Höxter vor 40 Jahren. Gemeinsam mit vielen ehemaligen Kreistagsmitgliedern, Kommunalpolitikern und Verwaltungsangestellten, die die Anfangsjahre des Kreises Höxter maßgeblich begleitet haben, erinnerte Spieker an den turbulenten Prozess der kommunalen Neugliederung im Jahr 1975.
„40 Jahre Kreisgeschichte – das ist eine Geschichte vom Zusammenwachsen zu einer außerordentlich leistungsfähigen Einheit. Es ist auch eine Geschichte von Strukturwandel und Veränderungen. Wenn wir heute zurückblicken, können wir mit Stolz sagen, dass der Kreis Höxter die damit verbundenen Herausforderungen gemeistert und die Chancen erfolgreich umgesetzt hat“, sagte Landrat Spieker in seiner Festrede.
Dabei würdigte er besonders die Verdienste vieler Bürgerinnen und Bürger, die sich um die Kreisentwicklung verdient gemacht haben. „Was wäre unser heutiger Kreis Höxter ohne die gestalterische Kraft der Persönlichkeiten, die sich in den vergangenen 40 Jahren für die Entstehung und Entwicklung unseres Kulturlandes Kreis Höxter tatkräftig eingesetzt haben. Dazu gehören führende Persönlichkeiten in Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft“, so Spieker.
Mit dem ehemaligen Oberkreisdirektor Paul Sellmann und dem ehemaligen Bundestagsabgeordneten Meinolf Michels berichteten zwei Zeitzeugen von den zähen Verhandlungen während der kommunalen Neugliederung.
In Nordrhein-Westfalen wurden im Zuge der kommunalen Neuordnung 2.334 Gemeinden zu 396 Gemeinden zusammengefasst. Die Zahl der Kreise sank von 57 vor der Neugliederung auf 31 Kreise im Jahr 1975. Alle Kreise mit weniger als 100.000 Einwohnern wurden in NRW aufgelöst. Die Zukunft der Altkreise Höxter und Warburg, die sich später zum heutigen Kreis Höxter zusammenschlossen, war ungewiss. Im Raum standen weitere Alternativen wie ein großer Kreis Hochstift oder ein Kreis Ober-Weser gemeinsam mit Holzminden.
Dass der Kreis Höxter in seiner heutigen Form gegründet wurde, war auch dem Verhandlungsgeschick des damaligen Oberkreisdirektors Paul Sellmann zu verdanken. „Ich wollte nicht, dass der Kreis Höxter lediglich eine Fußnote der Geschichte bleibt“, erläuterte der heute 81-Jährige.
Die damalige Entscheidung sei ein zukunftsweisender Schritt gewesen, wie Meinolf Michels betonte. „Die Menschen in Warburg und Höxter haben damit der positiven Kreisentwicklung den Boden bereitet“, sagte der ehemalige CDU-Politiker. „Die Zukunft wird eine gute sein, wenn wir weiterhin miteinander füreinander da sind.“
Musikalisch begleitet wurde der Festakt in der Ackerscheune der Abtei Marienmünster von der 13-jährigen Lara-Sophie Kluwe aus Bad Driburg, die mit ihrem Klavierspiel das Publikum begeisterte. Das Ausnahmetalent wurde im vergangenen Jahr als jüngste Trägerin überhaupt mit dem Kulturpreis des Kreises Höxter ausgezeichnet.
Der bekannte Musikpädagoge Hans Hermann Jansen nahm die Gäste des Festakts mit auf eine musikalische Zeitreise in die Gründungszeit des Kreises Höxter. Gemeinsam mit einem Chor in klassischer Hippie-Kleidung präsentierte er mit viel Humor Hits der 1970’er Jahre.

 

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