Auch die Kreisklinik Hofgeismar wehrt sich gegen die Krankenhaus-Reform

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Wer immer sich vom Krankenhauspersonal zur „Aktiven Mittagspause“ frei machen konnte, traf sich mit den Kollegen vor der Klinik, um gemeinsam mit ihnen grüne Ballons, versehen mit roten Karten mit der Aufschrift „Krankenhaus-Reform? So nicht!“ sowie Argumente für eine bessere Krankenhaus-Reform.

© Foto: Aderholz

Hofgeismar (KA) - „Der Deutsche Bundestag hat am 2. Juli 2015 in erster Lesung den Gesetzentwurf zur Reform der Strukturen der Krankenhausversorgung (Krankenhausstrukturgesetz – KHSG) beraten. Der Gesetzentwurf stärkt die Qualität der Krankenhausversorgung und sorgt für mehr Pflegekräfte am Krankenbett“, so lautet die Einleitung einer Meldung auf der Internetseite des Gesundheitsministeriums zum Thema Krankenhaus-Reform. Bundesweit sehen die Kliniken das, ob auf Arbeitnehmer- oder Arbeitgeberseite, nicht so. Sie sind gegen die Reform in dieser Fassung und starten daher dieser Tage in ganz Deutschland verschiedene Protestaktionen, zu denen die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) als Dachverband der Krankenhausträger in Deutschland unter dem Motto „Krankenhaus-Reform? So nicht!“ aufruft.
Auch die Hofgeismarer Kreisklinik beteiligte sich mit einer „Aktiven Mittagspause“ an dem Widerstand gegen die Reform. Betriebsrat Ulrich Kehler und Bernd Tilenius, Geschäftsführer der Kreisklinik Hofgeismar, erläuterten die Gründe, warum man mit den Inhalten der Reform nicht einverstanden sei.
Sie sehen durch die geplante Reform die Sicherstellung der flächendeckenden medizinischen Versorgung vor allem im ländlichen Bereich gefährdet. Die Krankenhausausdünnung werde sich dann in ganz Deutschland Jahr für Jahr fortsetzen.
Gerade in kleineren Einheiten sei es schwierig, die Fixkosten zu verteilen. Und wenn die Finanzierung über die DRGs (diagnosebezogene Fallgruppen) mit den entsprechenden von den Krankenkassen gezahlten Pauschalen nicht gelingt, entsteht ebenfalls ein Defizit.
In Hofgeismar wie auch in vielen anderen Krankenhäusern deutschlandweit fordert man klare Regelungen der stationären Versorgung und die Sicherstellung der Notfallversorgung in der Fläche.

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