Holzen (mo) - Frostklirrend kalt ist es im Wald, und in der Stille werden die Kränze niedergelegt. Der Heimat- und Geschichtsverein für Landkreis und Stadt Holzminden, die Gemeinde Holzen und Landrätin Angela Schürzeberg begehen die Gedenkveranstaltung auf dem Ehrenfriedhof, wie es bundesweit überall geschieht: Es ist der Sonntag nach dem 27. Januar, dem offiziellen Gedenktag des Holocaust. Ein Mahnmal für die gar nicht so ferne Vergangenheit, deren Brisanz durch den Zwickauer Terror neu aufgeflammt ist.
Trotz sibirischer Klimaverhältnisse ist die Resonanz groß; nicht allein ältere Generationen gedenken an diesem Tag, es finden sich auch jüngere Gesichter in der schweigenden Menge. Musikalisch umrahmt vom Holzener Posaunenchor, harrt man aus in Gedenken an die Opfer Deutschlands dunkelstem Kapitel in der Hoffnung, etwas Derartiges möge sich nie wiederholen.
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