Höxter (mo) - Höxters kulturelles Kleinod Corvey erhält Rückenwind aus Düsseldorf: „Focus Corvey" konnte sich unter der Konkurrenz von 136 weiteren Projekten als einer von 56 Gewinnern qualifizieren und wird nun durch das NRW-EU-Programm „Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung" gefördert.
„Mit den jetzt durchzuführenden Maßnahmen sind wir aus Landessicht also auf dem richtigen Weg", so Dr. Claudia Konrad als Geschäftsführerin des Kulturkreises. Ihr oblag die Ehre, den Bewilligungsbescheid von Regierungsvizepräsident Bernd Wesemeyer (Bezirksregierung Detmold) entgegen zu nehmen.
Die Prämierung beläuft sich auf 524.916 Euro und ist auf drei Jahre ausgelegt, während der Anteil an EU-Mitteln bei 328.072 Euro liegt. 196.844 Euro werden durch NRW-Landesmittel ergänzt, 130.000 Euro werden durch Stadt und Kreis Höxter, die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung, die Kulturfreunde Corvey und die Sparkassenstiftung beigetragen.
regierungsvizepräsident Wesemeyer zeigte sich erfreut darüber, dass die Landesregierung hinter dem Projekt stehe, und erklärte die Wichtigkeit, „die Marke Corvey weiter zu ertüchtigen".
Landrat Friedhelm Spieker fügte hinzu: „Natürlich, wer im Schatten von Corvey geboren wurde, redet nicht mehr groß darüber. Doch gerade jetzt geht es darum, über Corvey zu sprechen". In diesem Sinne verwies er auf positives Feedback aus der Bevölkerung und den Schulen, wobei sich besonders Letztere stark für Corvey engagierten.
Bürgermeister Alexander Fischer sicherte weiterhin seine volle Unterstützung zu: „Es geht nur zusammen, und auf diesem Wege sind wir jetzt".
Die bisherigen, jährlichen Besucherzahlen Corveys belaufen sich auf etwa 50.000, zuzüglich der Konzertgänger, Besucher der Tage der offenen Tür und weiterer Aktionen.
Der finanzielle Schub soll Corvey auch auf internationalem Parkett fester auftreten lassen; vorgesehen sind auch verstärkte Teilnahmen an Messen und weitere Kampagnen. Diese Maßnahmen sollen nicht allein dem Weg zum Kulturerbe als Trittsteine dienen, sondern auch generell die Touristik stärken - was zugleich auch der Wirtschaft zugute kommen würde.
„Viel ist von hier ausgegangen", erklärte Friedhelm Spieker mit Blick auf Corveys Rolle in der Missionierung des Nordens, „und es gilt, dies wieder ins Bewusstsein der Bevölkerung zu rufen".