Weimar (haw) - Der Trinkwasser-Alarm im Großraum Erfurt hat viele erschreckt. Dort sind Kolibakterien festgestellt worden. Wie sieht es hier in der Gegend aus? Die Wasserversorgungszweckverband in Weimar und die Apoldaer Trinkwasser GmbH geben aber vorerst Entwarnung: Probe haben keinen Nachweis von schädlichen Keimen und Bakterien erbracht. Niemand müsse derzeit das Trinkwasser abkochen.
Im Raum Weimar und Apolda gibt es bisher keinen Grund, dem kühlen Nass aus der Leitung zu misstrauen.
© Foto: SahleEtwa drei Viertel des Wasserbedarfs in der Region Weimar wird in Brunnen gewonnen zwischen Bad Berka, Blankenhain, Tiefengruben und Tonndorf sowie am Nordhang des Ettersbergs. Ein Viertel des benötigten Wassers kommt aus der Ohra-Talsperre. Genau um dieses Fernwasser geht es allerdings: In sämtlichen Hochbehältern in Erfurt, in denen Fernwasser für das Stadtgebiet gespeichert wird, sind Kolibakterien festgestellt worden.
Ein „Abkochgebot“ des Trinkwassers wurde von den Gesundheitsbehörden in Stadt und Kreis bislang nicht verfügt.
Der WZV Weimar hat vorbeugende Maßnahmen zur Desinfektion ergriffen.
Daher hat das Gesundheitsamt Weimar ist über folgende Rufnummern zu erreichen: (0 36 43) 76 27 51 und (01 73) 3 78 07 44. Fragen werden rund um die Uhr beantwortet.
Relative Entwarnung auch in Apolda und Umgebung: Anders als der Erfurter Raum wird der überwiegende Teil des so genannten Altkreises Apolda nicht mit Fernwasser versorgt. Bis zu 95 Prozent aus den Wäldern der Finne - aus 150 Meter tiefen Brunnen.
In Bad Sulza, Großheringen und Willerstedt wird dem Finnewasser solches aus Brunnen vor Ort beigemischt. Nur Kapellendorf wird mit Fernwasser versorgt. Das kommt aus Weimar.
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