Die Polizei berichtet:

Fahrradfahrer wurden kontrolliert

Höxter (ozn) - Die angekündigten Schwerpunktkontrollen „Fahrradfahrer“ wurden planmäßig in der 28. KW vom 09. bis 15.07.2012 im Kreis Höxter durchgeführt. Neben der Überwachung im täglichen Dienst der Polizeiwachen und des Verkehrsdienstes wurde im Rahmen einer Sonderkontrolle am Mittwoch, 11.07.2012, verstärkt auf die Radfahrer geachtet. Polizeibeamte waren auch auf Fahrrädern unterwegs und konnten so eine Vielzahl von Radfahrern ansprechen. Grobe Fehlverhaltensweisen wurden geahndet, der Schwerpunkt lag aber bei den Gesprächen mit den Fahrradfahrern, um die Gefahren von falschem Verhalten zu verdeutlichen. Die bei einem schweren Verkehrsunfall möglicherweise lebensrettende Nutzung eines Fahrradhelms war dabei immer wieder Thema. Für die vielen Fragen zur richtigen Verhaltensweise, z.B. welche Radwege muss ich wann benutzten und wie ist die Regelung bei Kindern auf Fahrrädern, konnte vor Ort eine Broschüre mit den Regelungen zum Radverkehr ausgehändigt werden. Bei den Kontrollen in den Fußgängerzonen erhielten die Polizeibeamten immer wieder zustimmende Rückmeldungen von den Fußgängern, die sich von Fahrradfahrern oftmals belästigt und gefährdet fühlen. Ein Fahrradfahrer stand bei den Kontrollen unter erheblicher Alkoholeinwirkung. Eine Blutprobe wurde entnommen und ein Strafverfahren eingeleitet.Zahlenmäßiges Ergebnis aus der Kontrollwoche: - Anzahl der überprüften/angesprochenen Radfahrer: 163 - Anzahl der Räder mit technischen Mängeln: 6 - Anzahl der Fahrverstöße: 19. Bei den 100 Radfahrunfällen im Kreis Höxter im Jahr 2011 setzte in 57 % der Fälle der unfallbeteiligte Radfahrer die Unfallursache. Nachlässigkeiten bei der Regeleinhaltung im Fahrradverkehr ist Unfallursache und wird deshalb auch weiterhin von der Polizei im Kreis Höxter überwacht. Ein besonderes Ereignis bei der Fahrradstreife: Eine 23-Jährige aus Höxter fuhr mit ihrem Pkw zunächst von der Entlastungsstraße in die Westerbachstraße. Dabei war deutlich zu sehen, wie sie telefonierte. Der Beamte des Verkehrsdienstes hatte noch versucht, sie mit dem Fahrrad einzuholen, dies gelang aber letztlich nicht. Dafür kam sie ca. 35 Minuten später die Westerbachstraße in die andere Richtung gefahren und wollte nach links in die Entlastungsstraße einbiegen. Und das Handy war schon wieder oder immer noch am Ohr. Jetzt konnte sie auch angehalten werden. 40 € Bußgeld und ein Punkt in Flensburg sind hoffentlich ausreichend, um die Pkw-Fahrerin vom Telefonieren am Steuer abzuhalten.