Schätze der regionalen Kultur wiederentdeckt

Friedrich Lux Festspiele

Ruhla (HH) – Mit einem Orchesterkonzert gingen am Wochenende die hochkarätigen Veranstaltungen zu Ehren des großen Sohnes der alten Bergstadt zu Ende.

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Friedrich Lux Festspiele in Ruhla

© HH

Ein Woche lang hatten die Ruhlaer den in seiner Zeit profilierten Komponisten und Dirigenten gefeiert, der 1820 hier geboren wurde und in Mainz zu Ruhm und Ehren gelangte. Eine seiner größten Werke war die romantische Oper „Der Schmied von Ruhla“, in der er eine Sage aus der Region aufgriff und an die Anfänge der Besiedlung des Erbstromtales hier im 10. Jahrhundert erinnerte. Die Bewohner sicherten sich erst mit Eisenerz, später mit Tabakpfeifen und Uhren, in der Neuzeit mit einem Bäderbetrieb ihren Lebensunterhalt. Das Besondere: Ruhla war seit dem Mittelalter im Besitz zweier sächsischer Fürstenhäuser, das Bächlein Rolla teilte den Ort mitten durch, es hatte zwei Kirchen, zwei Schulen, etc. Wer über die Grenze zur anderen Seite wollte, musste Zoll bezahlen. Trotzdem setzte sich eine städtische Identität durch, die den Ort immer überlebensfähig hielt, was 1920 endlich zur Vereinigung führte. Mit dieser Kraft erfand sich auch die Gemeinde nach der Wende neu, machte aus der heruntergekommenen Industriestadt peu à peu ein Touristenstädtchen besonders durch den Park „mini-a-thür”, welcher kleine Modelle von über 100 Sehenswürdigkeiten Thüringens zeigt. Ganz neu nun die Lux-Festspiele, die mit 17 Konzerten und einem aufwendigen Rahmenproramm das fast vergessene musikalische Erbe zur heutigen Beförderung wiederentdeckte.

Schätze der regionalen Kultur wiederentdeckt

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