Erfurt (lm) - Zum Gedenken an diese erste Massendeportation aus dem Raum Thüringen versammelten sich zahlreiche Bürger am 9. Mai in der Erfurter Bahnhofshalle.
Insgesamt verschleppten die Nationalsozialisten an diesem Tag vor 70 Jahren 1002 Menschen, darunter 101 jüdische Erfurter. Sie wurden von der Gestapo gezwungen, sich um 6 Uhr im Bahnhof zu versammeln um 7.40 Uhr zunächst nach Weimar und danach ins Ghetto im polnischen Belzyce gefahren zu werden. Keiner von ihnen kehrte zurück.
Für jeden dieser Juden wurden Blumen, mit den jeweiligen Namen versehen, aufgestellt. An der Gedenktafel im Aufgang zu den Gleisen 3 - 8 legten Kommunalpolitiker Blumen nieder. Passanten und Reisende wurden mit Handzetteln über die historischen Ereignisse informiert.
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