Erfurt (dp) – Armes, kleines Giraffenmädchen! Das im Januar im Erfurter Zoopark geborene Giraffenmädchen musste am vergangenen Sonntag in der Tierklinik der Leipziger Universität eingeschläfert werden.
Es wurde dort wegen einer schweren Beinverletzung behandelt. Bis zuletzt wurde alles versucht, das Tier zu retten und ihm ein gesundes Leben zu ermöglichen. Das Tier war durch einen Tritt seiner Mutter schwer verletzt worden, das Vorderbein gebrochen. Dazu kam, dass ein anderes Bein des Tierkindes eine Fehlstellung hatte. Spezialisten der Uni-Klinik in Leipzig operierten beide Beine, um so die Fehlstellung zu korrigieren und den Bruch zu richten. Nachdem der Zustand der Giraffe zunächst stabil war, verschlechterte er sich in den vergangenen Wochen. Wegen einer Knochenentzündung musste aus einem der operierten Vorderbeine ein sechs Zentimeter langes Knochenstück entfernt werden. Die Fehlstellung der Beine hat sich dadurch so stark verschlechtert, dass das Tier nicht mehr aufstehen und laufen konnte. Dr. Thomas Kölpin, Chef des Erfurter Zooparkes, erklärte, dass es für die starke Überbeweglichkeit im Fesselgelenk keine Heilungsmöglichkeit gebe und man der kleinen Giraffe weitere Leiden und Schmerzen ersparen wollte.