Direkter Nachfahre Martin Luthers stiftet 100.000 Euro

Großzügige Hilfe Edwin Luthers für Evangelisches Augustinerkloster

Erfurt (dp) - Edwin Luther ein direkter Nachfahre des Reformators Martin Luther hilft dem Evangelischen Augustinerkloster mit 100.000 Euro.

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Edwin Luther ein direkter Nachfahre des Reformators Martin Luther.

© Archiv

Er ließ der "Stiftung Augustinerkloster zu Erfurt", eine Treuhandstiftung in der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, eine Zustiftung in dieser Höhe zukommen. Das teilte Kurator Lothar Schmelz bei der Vorstandssitzung der Stiftung mit. Gleichzeitig wurde die Nichte des Stifters, Martina Wiegand (geb. Scheuber), Mitglied des Stiftungs-Vorstands.

Edwin Luther wurde 1922 in Gräfen-Nitzendorf bei Bad Salzungen geboren und arbeitete bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs auf dem Bauernhof seiner Eltern. Im Krieg wurde er bei einem Flugzeug-Absturz schwer verletzt. Nach Kriegsende arbeitete er in Geislingen und Köln, und zog später nach Hamburg und wurde Vorstandsvorsitzender der Interunfall-Versicherung für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Krankheitsbedingt holte die Familie Edwin Luther 2010 nach Erfurt. Seine Schwester Emilie Scheuber, geborene Luther, kümmerte sich rührend um ihn, bis er dann in ein Pflegeheim in Erfurt einzog, wo er auch heute noch lebt.

Für Edwin Luther ist es sehr wichtig mit zu helfen, das Erbe Martin Luthers im Augustinerkloster mit zu bewahren. Deshalb entschloss er sich zu einer Zustiftung. Er mehrt somit das unantastbare Stiftungskapital und trägt damit zum dauerhaften Erhalt des Klosterensembles bei. Diese Hilfe wird sowohl von seiner Schwester, als auch von seiner Nichte Martina Wiegand voll und ganz unterstützt. Martina Wiegand arbeitet seit drei Jahren im Augustinerkloster. Mit dem Sitz im Vorstand ist sie künftig an allen Entscheidungen beteiligt, wie das Geld der Stiftung verwendet wird.

Im Vorstand der Stiftung sind Elke von Wüllenweber (Deutsche Stiftung Denkmalschutz), Martina Wiegand, der Erfurter Oberbürgermeister Andreas Bausewein, der ehemalige Erfurter OB Manfred Ruge, Andreas Haerter von der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland und Kurator Lothar Schmelz. Alle bedankten sich bei Emilie Scheuber für die großzügige Zustiftung und baten sie, ihrem Bruder die besten Wünsche des Vorstands zu übermitteln.

 

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