Gotha (pss) - Im Rahmen von Straßenbauarbeiten konnten im Frühjahr 2010 die Teile des „Alten Sundhäuser Tors“, eines von ehemals fünf Stadttortürmen Gothas freigelegt und untersucht werden.
Bei dem um 1210 errichteten Sundhäuser Tor handelt es sich nicht nur um das bislang älteste erhaltene Stadttor in Thüringen, es ist auch von außergewöhnlicher Qualität, sowohl was die Steinbearbeitung, als auch das Mauerwerk selbst angeht. In Würdigung der Belange des Thüringer Denkmalschutzes wurde der Grundriss des Sundhäuser Tors, sein Anschluss an die Stadtmauern und die Lage der Durchfahrt mit den Wagenspuren nach der archäologischen Untersuchung im Zuge der Neugestaltung des Myconiusplatzes in der Straßenoberfläche dargestellt. Die Fundstätte wurde nach der Begutachtung wieder fachgerecht verschlossen. Der originale archäologische Fund befindet sich unterhalb der Straßen- bzw. Gehwegoberfläche. Nach einer sehr intensiven Planung und Abstimmung sowie Suche nach geeigneten Materialien haben am 12. März 2012 die Arbeiten zur Gestaltung der archäologischen Fundstätte des „Sundhäuser Tores“ begonnen und konnten am 30. März abgeschlossen werden. Die Darstellung des Grundrisses des „Sundhäuser Tores“ sowie der angrenzenden Stadtmauer erfolgte mit großformatigen Platten aus Granit. Die Durchfahrt mit den Wagenspuren wurde mit historischem Basaltmaterial gepflastert. Neben der Gestaltung in der Oberfläche weist eine Informationstafel auf die Fundstätte hin. Die Baukosten in Höhe von 35.000,- € (brutto) werden mit 80 % aus dem Programm Altstadtsanierung gefördert. Alle Interessenten sind am Mittwoch, den 4. April 2012, um 14.15 Uhr zu einer Einweihungsveranstaltung eingeladen.
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