Erfurt (lm) - Das diesjährige Landesfinale des Wettbewerbs „Jugend debattiert“ am 19. April gewannen Selina Dürrbeck, 15 Jahre, Heinrich-Böll-Gymnasium Saalfeld und Jonas Eberhardt, 16 Jahre, Edith-Stein-Schule Erfurt. Sie werden Thüringen am 23. Juni beim Bundesfinale in Berlin vertreten.
Im Plenarsaal des Thüringer Landtags traten acht rhetorisch besonders begabte Schülerinnen und Schüler aus dem Freistaat gegeneinander an. Die Finalteilnehmer haben sich in mehreren Vorrunden auf Klassen- und Schulverbundebene durchgesetzt. An den Vorrunden beteiligten sich in Thüringen rund 2.600 Schüler ab Klasse 8 aus 34 Regelschulen, Gesamtschulen, Gymnasien und Berufsschulen. Während die Vertreter der Jahrgangsstufen 8 bis 10 über die Frage „Sollen Smartphones im Unterricht zugelassen werden?“ diskutieren, geht es bei den Jahrgängen 11 bis 13 darum, ob die NPD verboten werden soll. Jeder Finalteilnehmer hatte zu Beginn zwei Minuten Redezeit. Anschließend folgte ein zwölfminütiger Meinungsaustausch, danach ein Abschlussstatement. Die Jury beurteilte die Teilnehmer anhand der Kriterien Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft.
„Debattieren lehrt, den Andersdenkenden nicht als Gegner, sondern als Gegenüber wahrzunehmen. Das ist die Voraussetzung für das Miteinander in einer demokratischen Gesellschaft“, würdigte der Thüringer Bildungsminister, Christoph Matschie, den Wettbewerb. Landtagspräsidentin Birgit Diezel eröffnete die Veranstaltung mit einem Grußwort: „´Jugend debattiert´ trägt dazu bei, Jugendliche an diese Form der politischen Willensbildung heranzuführen.“
Das Landesfinale wird als Teil des bundesweiten Debattenwettbewerbs von der gemeinnützigen Hertie-Stiftung, der Robert-Bosch-Stiftung, der Stiftung Mercator und der Heinz-Nixdorf-Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur ausgerichtet.