Erfurt (dp) – Die Thüringer Polizei hat seit dem 1. Juli eine neue Organisationsstruktur. Kernstück ist die Landespolizeidirektion (LPD).
Innenminister Jörg Geibert lässt sich im Lagezentrum vom Schichtleiter, dem Ersten Polizeihauptkommissar Gerald Hopfe, informieren.
© Foto: dpDie Polizeistrukturreform wurde im Herbst vorigen Jahres vom Landtag beschlossen und wird als bedeutendes Vorhaben in dieser Legislaturperiode umgesetzt. Mit einem feierlichen Festakt nahm sie am Montag ihre Arbeit auf. Bei diesem Festakt verkündete Innenminister Jörg Geibert, dass die Thüringer Polizei ab sofort zentral geleitet werde und mehr Effizienz und Polizeipräsenz bringen soll. Gleichzeitig gab er gemeinsam mit Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht den „Startschuss“ für die neu errichtete Behörde. Seit Beginn dieses Jahres hatte ein 45-köpfiges Team um den Leiter des Aufbaustabes, Polizeidirektor Jens Kehr, die räumlichen und personellen Voraussetzungen für die LPD und die ihr nach geordneten Dienststellen geschaffen.
Die Landespolizeidirektion ist im Gebäude der bisherigen Erfurter Polizeidirektion in der Andreasstraße untergebracht. Sie ist die zentrale, landesweit zuständige Führungsdienststelle der Thüringer Polizei. Im Laufe des kommenden Jahres soll hier auch die Landes-Einsatzzentrale ihre Arbeit aufnehmen. Die bisherigen sieben Polizeidirektionen im Freistaat wurden im Zuge der Polizeireform zu Landespolizei-Inspektionen heruntergestuft. Neben diesen Inspektionen sind der neuen Behörde auch die Autobahn- und die Bereitschaftspolizei unterstellt.
Der Chefposten des Landespolizeipräsidenten bleibt vorerst noch unbesetzt. Zudem seien noch 150 Posten in der LPD offen, so Innenminister Geibert. Und wenn Ende 2013 die künftige Landes-Einsatzzentrale ans Netz geht, kann sie alle rund 350 000 Notrufe entgegennehmen, die jährlich aus ganz Thüringen eingehen. Jörg Geibert: „Alle bisherigen Polizeistandorte sowie die Ansprechpartner bleiben erhalten.“ Insgesamt sollen in der Landespolizeidirektion einmal mehr als 400 Beamte und Angestellte arbeiten – allerdings nicht alle in Erfurt. Ziel ist eine Straffung der Führungs-, Einsatz- und Verwaltungsstrukturen sowie die personelle Stärkung der Basisdienststellen.
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