Küchengarten und Garten der Villa Jahr geschlossen - Waldareal Eselsberg/Fuchsberg bis zur Keplerstraße/Martinsgrund bis voraussichtlich Mittwoch/Donnerstag gesperrt

Massive Unwetterschäden seit Freitag in Gera

Gera (pt) - Zahlreiche Sturmschäden brachten die Unwetter am Donnerstag und Freitag in Gera mit sich. Im Südfriedhof stürzten Bäume um und brachen Äste ab. Er muss wegen Räumarbeiten bis einschließlich 9. Juli geschlossen bleiben. Bestätigte Beisetzungstermine bleiben davon allerdings unberührt. Ostfriedhof, Untermhäuser Friedhof, Langenberger Friedhof und weitere kommunale Friedhöfe bleiben geöffnet.

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Großes Unwetter über Gera

© Peter Thiele

Dort werden lediglich einzelne Abteilungen abgesperrt, in denen vom angrenzenden Baumbestand eine potenzielle Gefahr ausgeht. Auch in städtischen Parks, Grünanlagen und auf Spielplätzen laufen seit Donnerstag die Aufräumarbeiten von umgefallenen Bäumen und heruntergerissenen Ästen. Schwerpunkt sind erst einmal die stark frequentierten Gehwege in und an Park- und Grünanlagen. Wo die Gefährdung gering ist, wird später gearbeitet. Die Sturmschäden sind sehr umfangreich, so dass der Einsatz von Hubbühne und Motorsägen notwendig ist. Die Mitarbeiter des Eigenbetriebes Stadtgrün, Forsten und Friedhöfe leisten Überstunden und haben Rufbereitschaft. Die Spielplätze selbst sind nur wenig beeinträchtigt. Bis Freitag wurde die Hälfte kontrolliert. Die Schäden wie Astabbrüche sollen innerhalb von drei Tagen beseitigt sein. Auch der Küchengarten und der Garten der Villa Jahr bleiben wegen Unwetterschäden bis auf weiteres geschlossen, teilt die Gera Kultur GmbH mit. Im Küchengarten müssen größere Äste im Brunnenbereich entfernt, in den Parks Bäume gefällt werden. Der Hofwiesenpark bleibt geöffnet, auch die Gartenmesse Haus & Garten Träume soll stattfinden.

Im Wald sind ebenfalls massive Sturmschäden und Windbruch entstanden. Im Areal Martinshöhe gibt es zirka 1.200 Festmeter Schadholz, davon zu 60 Prozent Fichtenbestände, die restlichen 40 Prozent Kiefer-Laubholz. Die Verwertung des Schadholzes erfolgt als Sofortmaßnahme ab Montag. Dann ist auch eine Firma mit einer Vollerntemaschine für Waldarbeit im Einsatz, die die Bäume fällt und schneidet. Das Areal des Waldes Eselsberg/Fuchsberg bis zur Keplerstraße/Martinsgrund ist gesperrt. Bis die Hauptwege voraussichtlich Mittwoch/Donnerstag wieder zugänglich sind, bleibt die Sperrung bestehen. Nach den Unwettern hat der Bauhof Kontrollfahrten durchgeführt, um Verstopfungen in Gullis zu beseitigen. Sollten Bürger vor ihren Häusern/Wohnungen verstopfte Gullis haben, können sie auch den Schaden selbst beheben. Hinweis: Die Deckel der Gullis sollten nach Entfernung der Äste ordnungsgemäß wieder aufgesetzt werden.

Der Tierpark wurde bei dem Unwetter am Freitag aus Sicherheitsgründen geschlossen. Bei dem Wetter am Vortag kamen keine Menschen und Tiere zu Schaden. Ab Samstag soll der Waldzoo wieder geöffnet sein. Allerdings gibt es Einschränkungen bei der Parkeisenbahn. Das Kiesbett wurde auf einer Länge von 30 Metern unterspült. Damit ist die Stabilität nicht mehr gewährleistet. Die Beseitigung des Schadens dauert voraussichtlich 14 Tage. Im Waldzoo selbst wurden bis Freitag ein Viertel der Schäden durch die Mitarbeiter bereits beseitigt. Zweige wurden beräumt, Bäume gefällt. Auch das Dach der Toilette wird repariert, auf die teilweise ein Ahornbaum gefallen ist. Wildschweinstall und Känguru-Gehege waren vom Schlamm unterspült, sind aber bereits wieder bewohnbar.

Die Feuerwehr hatte allein am Donnerstag von 15.35 bis 20.30 Uhr 125 Einsätze aller hauptamtlichen und ehrenamtlichen Kräfte. Insbesondere umgestürzte Bäume, vollgelaufene Keller, durch die Wucht des Wassers herausgedrückte Gullys, aber auch allgemeine Hilfeleistungen auf Grund der angesammelten Geröllmassen waren die Haupteinsatzgründe. Einen Blitzschlag gab es am Freitag in den Lessingstraße 7. Auch im Milbitzer Reitstadion musste beim Summer Meeting Wasser aus einem Zelt abgepumpt werden. Weiterhin wurde eine Vielzahl von Feuerwehreinsätzen im Landkreis Greiz und Altenburger Land aufgrund der heftigen Gewitter durch die Zentrale Leitstelle Gera vermittelt.

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