Erfurt (sb/ np) In einer Pressekonferenz am Donnerstagabend teilte die ThüWa ThüringenWasser GmbH mit, dass das Abkochgebot für das Leitungswasser im Raum Erfurt bis Montagabend weiter besteht.
Sie erklärten die Trinkwassersituation am Donnerstag: (v.l.) Ralf Rauch, Geschäftsführer Fernwasserversorgung; Andreas Reinhardt, Geschäftsführer ThüWa; Dr. Urs Warweg, Stadt Erfurt; Dr. Helga Peters, Amtsärztin und Uta Schoel vom Gesundheitsamt Erfurt.
© Foto: dpIn den Wasserproben wurden zwar keine Colibakterien mehr gefunden, doch die Auflagen der Trinkwasserverordnung sind streng, daher besteht das Abkochgebot als Vorsorgemaßnahme weiterhin.
„Am Abkochgebot der Gesundheitsämter wird vorerst festgehalten, auch wenn die vom Dienstag und Mittwoch vorliegenden Ergebnisse an eigenen Messpunkten an den Übergabestellen der Fernwasserversorgung zum Netz der ThüWa keine Befunde einer Belastung mit E.Coli-Bakterien aufwiesen. Wir haben eine gute Tendenz. Aber erst, wenn wir ganz sicher sind und auch die Ortsnetzproben weiterhin ohne Befund sind, werden wir in Abstimmung mit den Gesundheitsämtern erneut über das Abkochgebot befinden. Die erhöhte Desinfektion muss erst bis in alle Bereiche des ca. 690 Quadratkilometer umfassenden ThüWa-Versorgungsgebietes vorgedrungen sein, um jegliche Beeinträchtigungen auszuschließen. Die Probenergebnisse dafür werden kontinuierlich ausgewertet. Am kommenden Montag soll auf der Basis der neuen Laboruntersuchungen das weitere Vorgehen festgelegt werden. Das Abkochgebot gilt weiterhin als reine Vorsorgemaßnahme“, erklärt Andreas Reinhardt, Geschäftsführer der ThüWa ThüringenWasser GmbH.
Die Thüringer Fernwasserversorgung sucht weiter intensiv nach den Ursachen für die bakteriologischen Verdachtsmomente und Befunde in ihrem Fernwasserleitungsnetz in Mittel- und Nordthüringen. Im Ergebnis der Ursachensuche lässt sich voraussichtlich das Ursachengebiet räumlich auf den Fernwasserversorgungsabschnitt zwischen der Trinkwasseraufbereitungsanlage Luisenthal und dem Hochbehälter Bienstedt eingrenzen. Die maßgeblichen technischen Versorgungsanlagen werden derzeit einer intensiven technischen Untersuchung unterzogen.
An den Übergabestellen des Fernwassers im Versorgungsgebiet der ThüWa Thüringer Wasser GmbH wurden am Montag, 9. Juli, Colibakterien gefunden. Rund 280.000 Bürger müssen deshalb derzeit ihr Trinkwasser abkochen.
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