Die Polizei berichtet:

Neueste Technik bei der Geschwindigkeitsmessung

Höxter (ozn) Die Polizei im Land NRW wird in den nächsten Jahren auf eine völlig neue Technik bei der Geschwindigkeitsmessung umrüsten. Die Kreispolizeibehörde Höxter hat mit 25 weiteren Behörden des Landes bereits die neue ESO-Anlage. Der Firmenname ESO steht für Elektronik – Service – Organisation. Der Firmensitz ist in Tettnang am Bodensee. Anders als bei den bekannten Radargeräten, die übrigens noch einige Jahre in Betrieb bleiben werden, misst die ESO-Anlage mit einer Lichtschranke. Ein Sensorkopf mit 5 optischen Helligkeitszonen ist der Kern der Anlage. Drei der Sensoren messen die Geschwindigkeit in einer Weg-Zeit-Berechnung, die beiden anderen sind für die Abstandsmessung zwischen Gerät und Fahrstreifen zuständig. So kann ausgeschlossen werden, dass bei mehreren Fahrstreifen nebeneinander ein falsches Fahrzeug gemessen wird. Neben dem Sensorkopf können jetzt zwei digitale Kameras, statt bisher einer, betrieben werden. Damit sind gleichzeitig Messungen der Fahrzeuge von vorn und hinten möglich, was leider häufig bei Kradfahrern erforderlich ist. Auch der Verkehr in beide Richtungen kann mit dem neuen Gerät gemessen werden oder der Verkehrsfluss in Kurvenbereichen, was bislang nicht möglich war. Einstellungen und Auswertung kann auf dem Touch-Screen-Monitor in dem speziell mitgelieferten Fahrzeug, einem Mercedes Vito, durchgeführt werden. Der Wagen kann bis zu 60 Meter abgesetzt von der Messstelle postiert werden. Aber auch das „Blitzen“ aus dem Transporter heraus ist möglich. Die Messdaten werden sofort auf der Festplatte im Rechner gespeichert. In der Kreispolizeibehörde Höxter kommt die ESO-Anlage beim Verkehrsdienst Höxter kreisweit zum Einsatz. Die Polizei hat dabei fest im Blick, die Verkehrssicherheit auf den Straßen im Kreis Höxter weiter zu verbessern. Denn bei Unfällen spielt die gefahrene Geschwindigkeit die entscheidende Rolle, wie schwer Menschen verletzt oder gar getötet werden. „Die überhöhte und nicht angepasste Geschwindigkeit ist im Straßenverkehr der Killer Nr. 1, dagegen müssen wir etwas tun“, mahnte Anton Niggemann, Leiter der Direktion Verkehr. Die Direktion Verkehr der Kreispolizeibehörde Höxter hofft, mit dieser neuen Geschwindigkeitsmessanlage das regelgerechte Geschwindigkeitsverhalten im Straßenverkehr noch mehr in das Bewusstsein der Verkehrsteilnehmer zu bekommen.

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