Erfurt (dp) – Die Radfahrer in der Landeshauptstadt standen vor wenigen Tagen im Fokus der Erfurter Polizisten.
Schwerpunktmäßig wurden sie im gesamten Stadtbereich kontrolliert. Das Ziel der Kontrollen bestand darin, die Fahrradfahrer für ein verantwortungsbewusstes und regelkonformes Verhalten zu sensibilisieren und die Fahrräder auf ihren technischen und verkehrssicheren Zustand zu kontrollieren. Bei den Kontrollen wurde deutlich, dass das Verkehrsmittel Fahrrad immer mehr an Bedeutung gewinnt. Leider wiesen eine Vielzahl von Rädern erhebliche Mängel an der Beleuchtung auf oder waren gar nicht mit einer Beleuchtungseinrichtung ausgestattet. Das verkehrswidrige Befahren der Gehwege und Fußgängerzonen durch erwachsene Radfahrer stellten den Hauptanteil der festgestellten Ordnungswidrigkeiten dar.
Die Radfahrer wiesen zum Teil erhebliche Rechtsunkenntnisse zu elementaren Vorschriften der Straßenverkehrsordnung auf. Bei vielen Radlern fehlte jegliches Unrechtsbewusstsein. Das Fahrrad wird nicht als Verkehrsmittel betrachtet, welches im Straßenverkehr ein erhöhtes Gefahrenpotential für den Radfahrer selbst und Andere beinhaltet. Die Polizisten erstatteten gegen 18 Radfahrer Anzeigen wegen des Verdachtes der Trunkenheit im Verkehr. 3,42 Promille und 3,11 Promille waren hierbei die Höchstwerte. Die Kontrolle des Radfahrverkehrs wird weiterhin fester Bestandteil der Arbeit der Erfurter Polizei sein. Um die Sicherheit der Radfahrer zu erhöhen, leistet auch die Stadt Erfurt ihren Anteil. Gegenwärtig finden Bauarbeiten in der Andreasstraße statt, an deren Ende ein stadtauswärts führender Radstreifen entstanden sein wird.
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