Deutschlands größter Treffpunkt für das computergestützte Herstellungsverfahren

Rapid. Tech 2012 - Innovative Messe zur Fertigungstechnik in Erfurt

Erfurt (lm) - Die in Deutschland einmalige Fachmesse Rapid. Tech widmete sich am 8. und 9 Mai in Erfurt zum neunten Mal einer branchenübergreifenden Technologie, die innovative Unternehmen vor allem aus der Automobil- und Luftfahrtindustrie, der Medizin- und Zahntechnik sowie der Kunststoffindustrie verbindet: dem „Additive Manufacturing“. Mit diesem Fertigungsverfahren können Unternehmen Produkte individuell und schnell herstellen.

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Die Miniaturausgabe des Erfurter Doms stellte eine Studentin mit der Rapid Technologie aus Kunststoff her.

© Foto: lm

Die Funktionsweise des Herstellungsverfahrens ist schnell erklärt. Die mit Hilfe des Computers angefertigte 3D-Zeichnung wird auf dem Bildschirm sichtbar gemacht. Ausgehend von diesen Konstruktionsdaten können Musterbauteile schnell hergestellt werden. „Die Rapid. Tech ist eine Fachmesse für „Additive Manufactoring“, das heißt für Verfahren zur Herstellung von Produkten direkt aus dem Computer. Das verändert die heutige Form der Fertigungstechnik derart, dass es möglich ist Kleinstteile herzustellen bei der man keine hohen Fertigungszahlen braucht, die man dann wieder über sehr hohe Stückzahlen ausgleichen muss“, erklärte die Koryphäe auf dem Gebiet Prof. Dr. Andreas Gebhardt die Vorteile. „Einzelstücke und Produktinnovationen können schnell und ohne Umwege über Werkzeuge zum Kunden gebracht werden“, ergänzte er.

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten die innovative Fertigungstechnik einzusetzen.

© lm

„Additive Manufacturing“ wird zum Beispiel bei zahnärztlichen Prothesen und Implantaten bis hin zu Schmuck und Möbelstücken in der Kreativwirtschaft eingesetzt werden. Die Aachener Maschinenbaustudentin Mirjam Knothe fertigte mit Hilfe dieser Technologie ein Modell des Erfurter Doms aus Kunststoff und suchte auf der Fachmesse Abnehmer dafür. Sie liebäugelte vor allem mit der Thüringer Tourismus GmbH. „Wir sehen hier das Kunststoffmaterialien aber auch Keramiken verarbeitet werden können. In der Zahntechnik, Luftfahrt, Medizintechnik und allgemein Maschinenbau sind die Produkte dann einsetzbar“, erklärte Dr. Gebhardt während eines Messerundgangs.
Auch die heimische Branche unterstreichte ihre Leistungs- und Zukunftsfähigkeit. Erstmals präsentierten sich in diesem Jahr 13 Thüringer Unternehmen und Forschungs- sowie Bildungseinrichtungen auf einem Gemeinschaftsstand. Das Spektrum reichte von Entwicklungs- und Konstruktionsdienstleistungen, spezielle Anwendungen in Automobil- und Luftfahrtindustrie sowie Medizintechnik für Einzelteile und Baugruppen aus Kunststoff und Metall.
Unternehmen haben auf der Messe Erfurt eine Plattform gefunden sich zu vernetzen, untereinander als auch mit Kunden. Die Veranstaltung fand in ihrer Mischung aus Tagung und Fachmesse große Resonanz, über 1000 Besucher informierten sich. In Deutschland sei diese Veranstaltung einzigartig, versicherte Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig.

 

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