Jena (anw) – Tja, so geht es zu in der Leistungsgesellschaft. Der FC Carl Zeiss Jena konnte dieser Woche den neuen Trikotsponsor präsentieren. Die Reifen24 AG, ein 2011 gegründeter Onlinehändler mit Sitz in Oberweißbach, hat ihren Schriftzug plus Firmenmotto „Wir geben Gummi!“ auf die Trikots des Regionalligisten auftragen lassen.
FC-Stürmer Tino Schmidt und Intersport-Mitarbeiter Bea Schmidt stellten die neuen FC-Trikots vor. Gemeinsam mit den Vertretern des neuen Hauptsponsors Reifen24 Steffen Malessa (r., einer der Firmengründer), Vorstand Marko Körner (m.) und Marketingleiter Jan Jost .
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Allerdings wurde von FC-Präsident Rainer Zipfel auch bekannt gegeben, der Sponsorvertrag sei nicht für die komplette Saison gültig. Einzelheiten zu Finanzen und Vertragsdauer teilten weder Zipfel noch die Sponsorvertreter mit. Nur soviel: Dieser Sponsorvertrag ist daran gekoppelt, wie sich für den Onlinehändler sein Engagement beim Traditionsklub in der nächsten Zeit bemerkbar macht. Sollten aus Sicht des Sponsors die Zahlen stimmen, könnte die Firma auch bis Saisonende Geld überweisen bleiben. Dass Sponsoren Leistungen und Ergebnisse sehen wollen und bei Nichterreichen auch mal öffentlich lospoltern, ist bekannt. Weniger der zwischen Reifen24 und dem FC geschlossene Deal. Jena muss offensichtlich so klamm sein, dass ein nur über Monate festgeschriebener Geldfluss ausreicht, diese Partnerschaft einzugehen. Später werde man dann weiter sehen. TV-Gelder seien laut Zipfel nicht zu erwarten. Und wenn doch noch, dann nur in geringem Umfang. Gleichwohl wollte der Präsident das Positive nach dem Abstieg aus Liga 3 anführen: „Wir leben noch, wenn auch nicht Frau Holle um die Ecke gekommen ist.“ Das sportliche Ziel werde nach den ersten vier, fünf Spielen ausgegeben. Nur beim Thüringen-Pokal gab der Vereinschef das Ziel Titelverteidigung vor. Auch Cheftrainer Petrik Sander ließ sich keine Aussage entlocken. „Geduld“ mahnte er an, und in der aktuellen Situation des FC sollte der Beobachter diese Aussage nicht in erster Linie als branchenüblichen, auch dem Selbstschutz geschuldeten Trainerspruch abtun.
„Wir wollen unsere Marke emotional aufladen und sehen in der Verbindung von Reifen24 und dem FC Carl Zeiss Jena die ideale Verbindung“, hatte Marketingleiter Jan Jost den Einstieg beim FC begründet. Natürlich, nicht ohne vorher zu erklären, den Thüringer Fußball „voran bringen““ zu wollen.
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