Erfurt (dp) – Es war ein Blitz-Urteil, das am Mittwoch, 16. Mai, im Erfurter Amtsgericht gesprochen wurde.
Blick in den Gerichtssaal: Richterin Martina Bucke (rechts) und der Verteidiger Ralf Behr (links).
© Foto: dpDie Verhandlung ohne den Angeklagten dauerte keine zehn Minuten. Der Fall: Vor acht Monaten hatte Max-Anton W. am Rande der Papstmesse aus einem Luftgewehr vier Schüsse auf zwei Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma abgegeben. Der damals 30-Jährige, der offenbar zu Besuch in einer Wohnung in der Erfurter Moritzstraße war, wurde sofort festgenommen. Die Security-Leute versahen ihren Dienst mehrere hundert Meter vom Domplatz entfernt, wurden durch die Schüsse nicht verletzt. Polizisten stellten bei der Festnahme des Mannes in der Wohnung zwei Luftdruckgewehre sicher. Die Staatsanwaltschaft klagte Max-Anton W. wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung an. Zu der Verhandlung vor dem Amtsgericht erschien der Schütze nicht, ließ sich von einem Anwalt vertreten. Richterin Martina Bucke sprach im Saal 17 kurz und bündig das Urteil: 100 Tagessätze zu je 10 Euro, also insgesamt 1000 Euro, muss der Schütze zahlen.
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