Ichtershausens Bürgermeister über die Zukunft der JSA

Was kommt nach dem Jugend-Knast?

Ichtershausen (Gemeinde Ichtershausen/ke) - Die Gemeinde Ichtershausen wurde über das Thüringer Justizministerium angesprochen, einen Beitrag für die künftige Nutzung und die damit einhergehende Umgestaltung der Jugendstrafanstalt (JSA) Ichtershausen zu leisten.

Hintergrund ist die Tatsache, dass das Gelände der JSA voraussichtlich im Laufe des Jahres 2013 nach über 135 Jahren nicht mehr als Strafanstalt genutzt werden soll. Hierzu erklärt Bürgermeister Uwe Möller: „Wir sind sehr an einer sinnvollen Nachnutzung dieser Liegenschaft interessiert. So umfasst das Gelände immerhin eine Fläche von über 30.000 Quadratmeter und dass mitten im historischen Ortskern von Ichtershausen gleich in unmittelbarer Nachbarschaft zur Klosterkirche „St. Georg und Marien“. Das negative Beispiel der alten Strafanstalt Gräfentonna führt uns überdies vor Auge, dass es nicht Ziel sein kann, einen solch historisch wertvollen Komplex dem Verfall preiszugeben. Aus diesem Grund wird zur nächsten regulären Gemeinderatssitzung am 5. März ein Beschluss formuliert, auf dessen Basis für dieses Gelände ein integriertes Quartierskonzept erarbeitet werden soll. Dafür sollen auch Fördermittel der Kreditanstalt für Wiederaufbau verwendet werden, die aus dem Klimafonds der Bundesregierung stammen. Die ersten Ideen für die künftige Nutzung und Umgestaltung des Geländes klingen vielversprechend und werden in diesem Prozess unter Einbeziehung der Bevölkerung konkretisiert. Neben der Entwicklung des Nadelwerks zur „Neuen Mitte“ von Ichtershausen, setzt die Gemeinde hier einen weiteren Schwerpunkt für eine nachhaltige Ortsentwicklung.“