Der Deutsche Journalistenverband veranstaltete einen Flashmob

Witzige Aktion zum Tag der Pressefreiheit in Erfurt

Erfurt (lm) - Zum Internationalen Tag der Pressefreiheit am 3. Mai hat der DJV mit einer Kissenschlacht auf dem Erfurter Fischmarkt und Domplatz symbolisch gegen die Einschränkungen der Journalisten in Deutschland protestiert. Seit 1994 wird an diesem Datum auf die Verletzungen der Pressefreiheit sowie auf die grundlegende Bedeutung freier Berichterstattungen für die Existenz von Demokratien aufmerksam gemacht.

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Mit einer Kissenschlacht machte der DJV auf die Missstände in der Pressefreiheit in Deutschland aufmerksam.

© Foto: lm

Aktueller Aufhänger für die aufgebrachte Stimmung der Journalisten ist die Rangliste der Pressefreiheit der Vereinigung „Reporter ohne Grenzen“. Sie vergleicht jedes Jahr die Länder der Welt wie es um die Pressefreiheit bestellt ist. Deutschland befindet sich 2012 nur auf dem sechszehnten Platz, zusammen mit Zypern und Jamaika. Angeführt wird sie von den skandinavischen Länder Finnland und Norwegen, am Ende stehen Nordkorea und Turkmenistan. Anita Grasse, Vorsitzende des DJV sagt: „Das Deutschland nur auf Platz 16 vertreten ist, verwundert die meisten Leute, da sie nicht zusammengeschlagen und getötet werden wie in anderen Ländern. Aber es gibt Hausdurchsuchungen bei Kollegen, Verbindungsdaten werden abgeschöpft, geheime Informantendaten werden zur Herausgabe gezwungen und das Recht auf Informationen wird verwehrt, was die Ausübung einer freien Presse behindert, vor allem auch die Wächterfunktion der Presse.“ Dagegen wehrt sich der DJV, im Genaueren der Landesverband Thüringen, ein und tritt nicht nur mit dieser Kissenschlacht-Aktion mit Vehemenz ein.

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Dieses Ranking von „Reporter ohne Grenzen“ versucht den Grad der Freiheit wiederzugeben, die Journalisten und Medien in einzelnen Ländern genießen und bewertet die Bemühungen der jeweiligen Staaten, unabhängige Berichterstattung zu respektieren und die freie Arbeit von Journalisten sicherzustellen. Außerdem wird die Verletzung der Pressefreiheit mit einbezogen. Für die Einschätzung hat „Reporter ohne Grenzen“ einen Fragebogen mit 44 Kriterien zusammengestellt. Die Fragen beziehen sich auf alle Arten von Verletzungen der Medienfreiheit mit direkten Auswirkungen auf Journalisten, z.B. Morde, Verhaftungen, körperliche Angriffe und Drohungen, und auf Medien, z.B. Zensur, Beschlagnahmung von Zeitungsausgaben. Der Index erfasst auch, inwieweit Personen, die für Verletzungen der Pressefreiheit verantwortlich sind, ungestraft davonkommen. Der Fragebogen berücksichtigt zudem die rechtlichen Rahmenbedingungen, unter denen Medien arbeiten wie medienrechtliche Strafen, Staatsmonopole oder die Existenz von Regulierungseinrichtungen. Selbstzensur, Recherchefreiheit und finanzieller Druck fließen ebenso in die Bewertung ein wie Hindernisse für den freien Informationsfluss im Internet.

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2 Kommentare

Das stimmt wohl. Da ist der Erfurter noch etwas
von Nele am 07.05.2012
Also das Ding mit den Flashmobs haben die Erfurter irgendwie nicht so richtig raus...
von Eulenliebhaber am 07.05.2012

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