Stadtspeicher zeigt Porträtserie

Zeissianer von Heute und Gestern fotografierte Anna Schroll

Jena (anw) - Sie sind Zeissianer. Der Jenaer Urtyp von Arbeitern, Forschern und Kaufleuten/Managern, der für deutsche und internationale High-tech-Industrie steht. Aktuelle und ehemalige Mitarbeiter eines Weltkonzerns am Standort Jena wurden von Anna Schroll fotografisch porträtiert. 35 ihrer Porträts sind gegenwärtig in der Galerie im Stadtspeicher, Markt 16, auf zwei Etagen ausgestellt.

 

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Die Fotografin Anna Schroll im Zeiss-Werk.

© Foto: Zeiss Jena

Ihre Fotoserie „Jenaer Zeissianer - Heute & Gestern" liegt zudem in einem Bildband im Kleinformat vor. Die aus Hagen stammende selbständige Fotografin (Jg. 1981) studierte an der FH Dortmund Fotodesign. Seit 2009 lebt sie in Jena.

Die Mitarbeiter von Heute wurden in ihrem Arbeitsalltag abgelichtet. Sie selbst und weniger die technisch hochwertig ausgestatteten Arbeitsplätze beherrschen, damit dem Anspruch von Anna Schroll folgend, die Szenerie. Die neue Zeissianer-Generation mag aufgeschlossener im Bild erscheinen. Ihr Anspruch, in ihrer Arbeit die typischen Zeiss-Qualitäten umzusetzen, ist der ihrer betrieblichen Vorfahren. Wobei die Entdeckerfreude und die Skepsis, ob das Produkt gut genug ist, also den weltweit geschätzten Zeiss-Qualitätsstandards entspricht, mitunter in der Darstellung eines Zeissianers zu kurz gerät. Natürlich, außerordentliche Korrektheit, Zuverlässigkeit gelten seit Firmengründung zu den Voraussetzungen, um bei Zeiss bestehen zu können. Ebenso hat die Firma, ob privatkapitalistisch oder sozialistisch basiert, Phantasie und Kreativität bei der Produktentwicklung und den Arbeitsabläufen erfordert. Wie ihre Vorgänger, sind die meisten sehr stolz darauf, in diesem Unternehmen arbeiten zu können.

Die Veteranen hingegen wurden nicht an ihren früheren Arbeitsplätzen fotografiert. Denn zum einen existieren teilweise diese Arbeitsplätze, z.B. im ehemaligen Hauptwerk, nicht mehr. Zum anderen fand die Fotografin die Motivwahl, die Alt-Zeissianer in einer Umgebung zu fotografieren, der sie sehr verbunden sind, spannend.

Die Ausstellung im Stadtspeicher wird bis zum 9. September 2012 gezeigt. Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 12 bis 18 Uhr, Samstag und Sonntag 10 bis 16 Uhr.

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