Erfurt (dp) - Die Erfurter Raiffeisenstraße war am Montagvormittag (14. Mai) voll gesperrt. Laut Polizei hatte sich in einer Dachgeschosswohnung in der fünften Etage ein 52-jähriger Mieter verschanzt. Er drohte damit, aus dem Fenster zu springen. Ein Sprungpolster wurde daraufhin aufgebaut.
Gegen 09.30 Uhr ging in der Einsatzzentrale der Polizeidirektion Erfurt der Anruf einer Gerichtsvollzieherin ein, dass sie in der Raiffeisenstraße zur Umsetzung justitialer Maßnahmen die Unterstützung der Polizei benötigt. Der 52-jähriger widersetzte sich den Anordnungen, schloss sich in seiner Dachgeschosswohnung eines Mehrfamilienhauses ein und drohte an, seinem Leben mit einem Sprung aus dem Fenster ein Ende setzen zu wollen. Aus diesem Grunde kamen weitere Spezialkräfte der Polizei sowie der Feuerwehr und Rettungsdienst zum Einsatz.
Zwischenzeitlich warf der Mann Gegenstände aus dem Fenster, was eine großräumige Absperrung erforderlich machte. Da er sich wenig kooperativ zeigte, erfolgte gegen 13.15 Uhr der Zugriff durch die Polizei. Bei dem Einsatz wurden keine Personen verletzt. Auf Grund seines Gemütszustandes wurde er ins Klinikum eingeliefert.