Förderverein Frauen- und Kinderschutzhaus

Als Vorsitzende wiedergewählt

Bild anzeigen

V.l.: Helga Hellmann, Dr. Cornelia Hogrebe, Ingrid Gräfin Droste zu Vischering, Klaus Funnemann, Walburga Hennemann, Rolf Riegert und Marion Kunisch.

© Foto: privat

Kreis Höxter (ozm) - Neu gewählt hat der Förderverein des Frauen- und Kinderschutzhauses im Kreis Höxter bei der Jahreshauptversammlung im Haus des Gastes in Brakel den Vereinsvorstand für die kommenden zwei Jahre. Ingrid Gräfin Droste zu Vischering wurde durch ihre Wiederwahl als Vorsitzende bestätigt. Neuer Stellvertreter ist Rolf Riegert. Ferner gehören dem neu gewählten Vorstand Klaus Funnemann als Schriftführer, Dr. Cornelia Hogrebe als stellvertretende Schriftführerin, Helga Hellmann als Kassenführerin sowie Marion Kunisch als deren Stellvertreterin an.
Der Rückblick auf das Jahr 2011 begann mit einem Strauß Blumen, den Ingrid Gräfin Droste zu Vischering im Namen aller Vereinsmitglieder Walburga Hennemann überreichte. Die frühere langjährige Vorsitzende des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) Warburg habe sich vor fast zwei Jahrzehnten gemeinsam mit einer Reihe von Mitstreiterinnen und Mitstreitern für die Gründung des Frauen- und Kinderschutzhauses im Kreis Höxter eingesetzt, das seit 1994 in Trägerschaft des SkF geführt wird. ‑Unser Dank kommt von Herzen, erinnerte die Vorsitzende des Fördervereins an das große Engagement für die Einrichtung der Zufluchtsstätte.
Helga Niemöller, die das Haus seit fünf Jahren leitet, dankte in ihrem Jahresbericht den Mitgliedern des Fördervereins für die zahlreichen Spenden. Damit wurden die Neugestaltung von Räumen, Möbel, Spielgeräte, Haushaltsgeräte und Freizeitaktivitäten für die oft traumatisierten Kinder mit ihren Müttern finanziert. ‑Im Jahr 2011 bot das Haus 44 Frauen und 47 Kindern Sicherheit, so Niemöller. Darüber hinaus seien 194 Frauen beraten worden, die für sich und ihre Kinder einen Weg aus einer von häuslicher Gewalt geprägten Lebenssituation suchten.
Nach der gegenwärtigen Gesetzeslage müssten Zuflucht Suchende die Unterkunftskosten je nach Einkommenssituation teilweise selbst finanzieren. ‑Bei 25 Euro liegt der vorgegebene Tagessatz pro Person, machte die Leiterin des Schutzhauses auf ein drängendes Problem aufmerksam. So könne es sein, dass eine Mutter mit zwei Kindern 75 Euro pro Tag für ihre Sicherheit vor häuslicher Gewalt aufbringen müsse, nannte sie ein Beispiel. ‑Der Weg aus der Gewalt darf nicht an finanziellen Hürden scheitern, machte Niemöller deutlich. ‑Wir nehmen Schutz suchende Frauen und Kinder daher grundsätzlich auf.
Elisabeth Dröge, Vorstandsmitglied des SkF Warburg, stellte während der Jahreshauptversammlung die Spendenaktion ‑Sicherheit für einen Tag und eine Nacht vor, die genau diesem Problem aktiv begegnet. Bis zur Realisierung einer pauschalen, einkommensunabhängigen Finanzierung der Schutzhausaufenthalte ruft die Aktion zu Solidarität der Mitmenschen auf. ‑Wer Kindern und Frauen, die vor häuslicher Gewalt Zuflucht suchen, helfen möchte, kann mit einer Spende in Höhe von 25 Euro einen Tag und eine Nacht im Schutzhaus ermöglichen, erklärte sie die Zielsetzung der Solidaritätsaktion, die von dem bekannten Warburger Künstler Alfons Holtgreve und der Druckerei Patricia Mende unterstützt wird. ‑In Guten Händen. Gewalt hinter sich lassen. In die Zukunft schauen. Dies sei der Leitgedanke der Solidaritätsaktion. ‑Wir hoffen auf viele Spenden von hilfsbereiten Bürgerinnen und Bürgern im Kreis Höxter, vertraut Elisabeth Dröge auf eine breite Unterstützung in der Bevölkerung.
Wer helfen möchte oder Unterstützung sucht, wendet sich an das Frauen- und Kinderschutzhaus im Kreis Höxter: 0171 54 301 55.