Hildburghausen (wotan) - Experimentelle Mischung am 29. Oktober 2010 geboten.
Es war schon etwas anderes, was den zahlreichen Zuschauern im Hildburghäuser Stadttheater mit der multimedialen Theatershow unter dem Titel „Das imaginäre Land“ geboten wurde. Zu Beginn der Vorstellung betrat Florian Ernst Kirner als Prinz „Chaos II“ das Theater und verlangte, die zugemauerte Loge wieder zu öffnen. Das Angebot, sich auf den herzöglichen Platz in der ersten Reihe zu setzen, lehnte er empört ab und war erst zufrieden, als ihm ein Sessel auf die Bühne gebracht wurde.
Eine als Geisha gekleidete Tänzerin tanzte in einem Wald, der mittels Video auf der Kulisse abgelichtet wurde. Spontanen Beifall gab es für die Szene, als eine Starkstromleitung in den Wald projiziert und als ein Kunstwerk im Wald deklariert wurde.
Mit einer weiteren Szene ist auf das Theresienfest Bezug genommen und betont worden, dass Bayern Hildburghausen sehr viel zu verdanken habe, nämlich Prinzessin Theresie und das Oktoberfest. Baustellenatmosphäre entstand, als auf die Bühne ein Kasten Bier gebracht wurde und die Mimen Bier tranken. Heiterkeit kam auf, als einer Schauspielerin Bier beim Öffnen aus der Flasche schäumte. Die Interpretation des Liedes „Jugendliebe“ hätte Ute Freudenberg bestimmt gefallen. Pärchen der Kirmesgesellschaft Roth machten deutlich, dass aktuell noch Kirmeszeit im Land ist. Eine spinnende alte Frau erzählte von den vier Jahreszeiten, von Tod und Leben. Nur Insider wussten, dass sie vor drei Tagen im Kreistag als Abgeordnete Frau Rühle wichtige Beschlüsse mit gefasst hatte.
Nach einer Stunde war die Vorstellung zu Ende und wurde mit viel Beifall bedacht. Die experimentelle Mischung aus Video-Kunst, Live-Musik, Kabarett, Tanz und Performance fand Gefallen und sollte die Kulturbrauerei Weitersroda anspornen, auf diesem Weg weiterzumachen.
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