Ausstellung über Selbsthilfearbeit eröffnet

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(v.l.) Bürgermeister Hans Hermann Bluhm, Alfred Wiemers Kreis Höxter Geschäftsführer Kommunale Gesundheitskonferenz, Gemeindereferentin Ursula Bußmann, Pfarrer Karl-Ludwig Wendorff, Bürgermeister Rainer Rauch Stadt Borgentreich und Wolfgang Laudage, Vorsitzender des Selbst.Hilfe.Sucht.e.V.

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Peckelsheim (wrs) - Der Bürgermeister hatte geladen und auf den Fluren des Rathauses der Stadt Willebadessen in Peckelsheim herrschte erhebliches Gedränge bei der Eröffnung der ersten Station der Wanderausstellung über die ehrenamtliche Arbeit der Selbsthilfegemeinschaften im Kreis Höxter. Außer den Vertretern der Selbsthilfegruppen von Steinheim bis Warburg und Bad Driburg bis Höxter, konnte Hans Hermann Bluhm zahlreiche Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens der Eggestadt begrüßen und dazu besonders herzlich seinen Amtskollegen Rainer Rauch aus Borgentreich.
In seiner Begrüßungsansprache verdeutlichte das Willebadessener Stadtoberhaupt die Wichtigkeit der ehrenamtlichen Arbeit von Selbsthilfegruppen und gab seiner Freude darüber Ausdruck, dass der Selbst.Hilfe.Sucht. e.V. nun seine Heimat im Haus des Gastes in Willebadessen gefunden hat. Der gemeinnützige Verein war es auch, auf dessen Initiative die Wanderausstellung im Rathaus von Willebadessen für vier Tage Station gemacht hat. Auf 18 großformatigen Rollups informierten die rein ehrenamtlich agierenden Selbsthelfer über ihre nach überzeugender Meinung des Stadtoberhauptes wichtige gesellschaftliche Aufgabe. Im Kreis Höxter gibt es aktuell mehr als 70 Selbsthilfegemeinschaften in über 45 Fachgebieten. Dabei reicht die Palette von Vereinigungen der Angehörigen psychisch Kranker, über Menschen mit eingeschränkter Mobilität bis zu Gruppen von Betroffenen und Angehörigen von Suchterkrankungen.
Der S.H.S.-Vorsitzende Wolfgang Laudage dankte dem Bürgermeister für die freundliche Bereitstellung der Rathausflure für die Ausstellung. Er wies darauf hin, dass Abhängigkeitserkrankungen sich zwischenzeitlich keineswegs nur auf das Suchtmittel Alkohol beschränkten. Die Anzahl der Medikamentenabhängigen habe mittlerweile die Zahl der Menschen mit riskantem Alkoholkonsum deutlich überholt. Weiterhin sei Cannabis ebenso auf dem Vormarsch wie Spiel- und Onlinesucht. Als besonderes Merkmal für den Kreis Höxter nannte der Vorsitzende des heimischen Selbsthilfevereins eine Webseite auf der Homepage des Kreises. Hier seien mit wenigen Klicks alle Selbsthilfevereinigungen im gesamten Kreisgebiet mit ihren Namen, Kategorien und Kontakttelefonnummern abrufbar. „Ein Novum, das im Hochstift Paderborn einmalig ist", sagte Laudage. Protagonist dieser herausragenden Informationsquelle ist der Geschäftsführer Kommunale Gesundheitskonferenz und Abteilungsleiter für Gesundheits- und Veterinärwesen des Kreises Höxter, Alfred Wiemers, der es sich nicht hatte nehmen lassen, bei dieser Ausstellungseröffnung im Willebadessener Rathaus dabei zu sein.
Während der Ausstellungtage gab es vor Ort Informationen und Beratung von den Vertretern der unterschiedlichsten Selbsthilfegruppen über ihre gemeinnützige Tätigkeit. Die Ausstellung selbst ist vom Selbsthilfebüro des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes in Höxter initiiert und organisiert worden. Dass selbst der kleine Imbiss im Anschluss der Eröffnungsfeier von zwei Ehrenämtlerinnen aus Steinheim liebevoll arrangiert worden war, spricht für den Gemeinschaftsgeist dieser Vereinigungen. Nach den Tagen im Peckelsheimer Rathaus hat die Selbsthilfepräsentation ihren nächsten Stopp am 26. Juni im Rahmen der bundesweiten Sozialarbeitertagung in der Knappschafts-Klinik in Bad Driburg und wird, wie verlautet, auch noch in weiteren Städten des Kreises Höxter Station machen.