Kontakte vermeiden, Pandemie bekämpfen

Botendienst der Apotheken sichert Versorgung vor Ort

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Senioren gehen mit dem Botendienst der Apotheke vor Ort auf Nummer sicher: So werden in Zeiten den Pandemie unnötige Kontakte vermieden.

© Foto: privat

Höxter (ozm) - Die zweite Corona-Welle hat den Kreis Höxter fest im Griff: Maske tragen und Kontakte vermeiden lautet deshalb die Devise. Das bedeutet natürlich nicht, dass notwendige Arztbesuche verschoben werden sollten oder die Arzneimittelversorgung gestört werden darf „Auch in Zeiten der Pandemie darf man das Kind nicht mit dem Bade ausschütten. Es ist wichtig, dass die Patientinnen und Patienten ihre Arzneimittel weiterhin erhalten und wie verordnet einnehmen“, erklärt Björn Schmidt, Sprecher der Apothekerschaft im Kreis Höxter, angesichts der Infektionszahlen. „Die Therapietreue ist das A und O für den Therapieerfolg. Dabei ist der apothekerliche Botendienst aktuell ein wichtiges Instrument, um alle Patienten weiterhin mit ihren Arzneimitteln zu versorgen.“
Derzeit gelte es, Kontakte gerade bei Risikogruppen wie Senioren und chronisch Kranken zu reduzieren und damit einen Beitrag zur Bekämpfung der Corona-Pandemie zu leisten. „Das bedeutet aber nicht, dass man auf seine Arzneimittel oder auf die zugehörige persönliche Beratung verzichten muss“, erklärt Schmidt. Ob mit viel Abstand, Maske und hinter Plexiglas in der Apotheke oder über den Botendienst: Die Apotheken im Kreis Höxter halten die Versorgung aufrecht – allen Widrigkeiten zum Trotz.“ Ganz gleich, ob Patienten sich wegen Corona in Quarantäne befinden oder als Risikopatienten Kontakte vermeiden wollen, schlecht zu Fuß sind, oder weil man einfach ein Arzneimittel benötigt, das gerade nicht in der Apotheke vorrätig ist: Jeder kann den Botendienst der Apotheke vor Ort in Anspruch nehmen. Bereits in der ersten Corona-Welle im Frühjahr haben die Apotheken im Schnitt rund anderthalb mal so viele Botendienste absolviert wie vor der Pandemie.
Nach Absprache werden die Arzneimittel bis an die Haustür geliefert – sicher, mit Abstand und natürlich mit zugehöriger Beratung: Diese erfolgt entweder telefonisch oder direkt durch den Boten, wenn dieser zum pharmazeutischen Fachpersonal gehört. Ausgeliefert werden die Arzneimittel in der Regel noch am selben Tag – und sie kommen sicher bei den Menschen an: „Kühlpflichtige Artikel etwa werden nicht nur gekühlt transportiert; der Patient wird auch darauf hingewiesen, dass diese Medikamente direkt in den Kühlschrank gehören“, so Apotheker Schmidt.