Boule-Turnier unter neuen Bedingungen

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(v.l.) Jürgen Berkenhoff und Birger Frewert (3. Platz), Karsten Engelhardt und Gerd Hartmann (1. Platz) sowie Nadine Darley und Rizan Ismail (2. Platz).

© Foto: privat

Borgentreich (wrs) - Eine andere Bodenbeschaffenheit war die größte Herausforderung beim 4. Frühjahrs-Boule-Turnier der gastgebenden „Bouletten“ vom BSG Borgentreich. Weil in letzter Zeit immer mehr Teams an Wettbewerben teilnahmen, wichen die Kugelsportler auf den großen Parkplatz der Spedition Klaus Hoppe in der Keggenriede aus. Mit dem holprigen Boden kamen Gerd Hartmann und Karsten Engelhardt (Bouletten) am besten klar, der Sieg und der erste Preis waren dann auch der Lohn der Mühe.

Elf Zweier-Teams aus Bonenburg, Beverungen, Warburg, Brenkhausen und Borgentreich traten zur Jagd auf das kleine „Schweinchen“ (Bezeichnung für die Zielkugel) an. Nach mehreren Probewürfen war klar: Der Boden war eine Herausforderung, beton hart und mit reichlich Steinchen gespickt. So mussten sich die Bouler ganz auf ihr Können, aber auch auf eine große Portion Spielglück einstellen.

Die vereinseigene BSG-Anlage im Borgentreicher Schulzentrum, die als eine der besten Anlagen im Kreis gilt, reichte bereits vorigen Herbst mit vier Bahnen nicht aus, alle angemeldeten Teams gleichzeitig spielen zu lassen. „So waren wir für das Angebot von Klaus Hoppe sehr dankbar,“ erinnert sich Boule-Abteilungsleiter Gerd Hartmann, „er stellte uns kostenlos seinen Lkw-Parkplatz zur Verfügung und parkte die Brummis an anderer Stelle.“ Ortsvorsteher Werner Dürdoth stattete dem Turnier einen Besuch ab. „Wenn ich in zwei Jahren in Pension gehe, könnte das eine Option sein“, meinte er anerkennend mit Blick auf die Sportler.

Gespielt haben die Bouler nach dem sog. „Schweizer System“;  keine Mannschaft scheidet zu früh aus und kann bis zum Turnierende Punkte und Siege sammeln. Durch den Einsatz einer Software entschied der Computer, wer gegen wen auf welchem Platz spielen musste. Wer zuerst 13 Punkte erreichte, hatte gewonnen. „Die Spielregeln sind denkbar einfach. Jedes Team versucht, seine Kugeln näher an die Zielkugel zu werfen als der Gegner", erläuterte BSG-Vize Winfried Gawandtka. Dabei sei es auch erlaubt, die gegnerische Kugel „abzuschießen“ oder mit eigenen Kugeln das „Schweinchen“ so zu blockieren, dass es die andere Mannschaft nicht erreichen kann.

BSG-Vorsitzende Gisela Lattrich überreichte Gerd Hartmann und Karsten Engelhardt (Bouletten BSG Borgentreich) den Siegerpokal und als Preis eine Boule-Tasche. Auf dem 2. Platz landeten Nadine Darley und Rizan Ismail (Beverungen), sie erhielten außer einem Pokal einen wertvollen Kugelaufheber. Jürgen Berkenhoff und Birger Frewert (Schelpe-Bouler Brenkhausen) nahmen zum ersten Mal an einem Turnier in der Bördestadt teil und gewannen spontan den 3. Preis, passenderweise ein „Bouletten-Kochbuch“ von Starkoch Kolja Kleberg. Mit einer Medaille und einem magnetischen Kugelaufheber für den 4. Platz wurden Andre Bickmann und Christof Ricken (Boccia-Team HPZ St. Laurentius Warburg) ausgezeichnet. Da die kleinen Zielkugeln häufig verloren gehen, nahmen Engelbert Dierkes und Wolfgang Riese (Schelpe-Bouler Brenkhausen) je fünf Exemplare in Neon-Farben sowie die Medaille für den 5. Platz in Empfang.