Albert-Schweitzer-Familienwerk

Das Kinderdorf trägt seine Handschrift

Uslar (usm) - Harald Kremser, Leiter des Albert-Schweitzer-Kinderdorf Uslar, feierte kürzlich Betriebsjubiläum. Seit 25 Jahren ist der Hardegser bereits im Albert-Schweitzer-Familienwerk aktiv und war von Beginn an wesentlich an der Ausgestaltung und Umsetzung vieler Projekte und Maßnahmen beteiligt.

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Geschäftsführer Martin Kupper überreichte Blumen und gratulierte dem Kinderdorfleiter zu seinem Betriebsjubiläum. In seiner kleinen Ansprache bedankte sich Martin Kupper außerdem für das viele positive Engagement, mit dem Harald Kremser das Kinderdorf Uslar erfolgreich gemacht hat.

© Foto: privat

Heute als Leiter im Kinderdorf bekannt und geschätzt, startete sein Werdegang jedoch in einem ganz anderen Bereich: dem Betreuungsverein in Göttingen. Der gelernte Tischler, den seine Überzeugungen und die Freude am Umgang mit Menschen dazu motiviert haben, in einem zweiten Ausbildungsgang Sozialpädagogik zu studieren, fand 1995 seine erste Anstellung in dem Göttinger Einrichtungsteil des gemeinnützigen Vereins. Schon bald zeigte sich, dass die im Rahmen des Betreuungsvereins angebotenen Hilfestellungen noch erweitert werden konnten und so baute Harald Kremser ehrgeizig und zielstrebig die ambulanten Hilfen für psychisch erkrankte Menschen auf. Eine Aufgabe, die nach eigenen Worten „genau das richtige“ für ihn war, denn auch die Behindertenhilfe liegt dem 57-jährigen am Herzen. Bereits im Jahr 2000 wurde er dann auch der Leiter der ambulanten Hilfen des Albert-Schweitzer-Familienwerks in Göttingen.
Auf der Suche nach einer weiteren Herausforderung und mit einem konkreten Plan im Kopf, suchte Harald Kremser einige Zeit später das Gespräch mit dem damaligen Familienwerksgeschäftsführer Heiner Theiß. Nur, dass dieses Gespräch so völlig anders verlief, als Harald Kremser sich das jemals vorgestellt hatte. Am Ende des Tages stand er mit dem Angebot, das Kinderdorf in Uslar zu leiten da. Dort gab es zu diesem Zeitpunkt gerade eine kommissarische Leitung und nach einem neuen Verantwortlichen wurde dringend gesucht. Der Gedanke, den engagierten Harald Kremser zu wählen, war genau betrachtet gar nicht so abwegig. Seine sozialpädagogischen Fähigkeiten und auch sein hohes Maß an Einsatzfähigkeit hatte er bereits unter Beweis gestellt und auch vor hoher Verantwortung scheute er nicht zurück. Zudem arbeitete er gern mit Menschen zusammen und war damals schon selbst Pflegevater.
Der Rest der Zeit bis heute ist Geschichte: Nach reiflicher Überlegung nahm Harald Kremser das Angebot an und baute das Kinderdorf Uslar zu dem auf, was es heute ist. Viele Ansprüche, aber auch offizielle Regularien haben sich im Laufe der Zeit geändert und so hat der 57–jährige mit beispielhaftem Engagement, Beharrlichkeit und dem richtigen Gespür ausgestattet, alle Hürden gemeistert und die Einrichtung den jeweiligen Zeiten und Ansprüchen angepasst. Auch Geschäftsführer Martin Kupper berichtete im Rahmen der offiziellen Gratulation von einigen Hindernisse, die Harald Kremser mit viel Anlauf und in sehr hohem Sprung meistern musste und machte deutlich, dass ihm ein sehr großer Anteil des Kinderdorferfolgs zuzuschreiben ist. Ob es sich um Wohnformen, Leitphilosophie oder Haltung handelt, Harald Kremser hat das heutige Konzept zum Standard gemacht und damit auch die Tür geöffnet für eine ganz neue, flexiblere und wertstabilere Form des Kinderdorfwesens.
Aber es gab nicht nur Herausforderungen, sondern auch viele großartige Momente. „Besonders viel Freude haben mir in all den Jahren die großen Events wie der Besuch der Young Americans oder die KiDo-Cups gemacht“ verrät Harald Kremser.
Sich auf seinem bisherigen Engagement ausruhen, das kann Harald Kremser nicht und das will er auch gar nicht. „Eine neue Herausforderung steht derzeit ins Haus“, weiß er zu berichten. Das Thema Fachkräftemangel ist leider auch in seinem Bereich allzu präsent. Fachkräfte zu gewinnen und auch langfristig zu halten sind daher die ganz großen Themen der kommenden Jahre. Sowohl Kinderdorfeltern, als auch Fachpersonal für die Angebotsbereiche der Erziehungsstellen und Wohngruppen wird immer gesucht.
Fachkräftesuche und Angebotsanpassung: Der Kinderdorfleiter sieht das als seine nächste große Aufgabe an, auch in diesen Bereichen noch einen großen Meilenstein legen zu können. Somit hat er sich auch für die nächsten Jahre im Familienwerk noch Vieles und Komplexes vorgenommen. Genügend Kraft dazu gibt dem Hardegser seine Familie und auch sportliche Hobbies wie Skifahren, Radfahren und Klettern schaffen einen guten Ausgleich.

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