Suhl (sg) - Der 14. Februar ist nicht nur bei Paaren und Eheleuten ein besonderer Tag, sondern auch in vielen Kulturen. Der Tag der Liebenden, wird er auch genannt. Ein Märtyrer (Menschen, die um des Bekenntnisses ihres Glaubens willen einen gewaltsamen Tod erdulden, wikipedia) namens Valentin hat ihn begründet.
Papst Gelasius I. führte 469 dieses Gedenktag ein. 1969 wurde er allerdings aus dem römischen Generalkalender gestrichen. Heute werden Gottesdienste an diesem Tag abgehalten und auch Ehepaare lassen sich an diesem Tag segnen.
Durch den Verkauf der Blumenhändler und Süßwarenfabrikanten wurde der Valentinstag erst so beliebt in unserem Raum. Die Werbung tat ihr übriges. „Wenn sie ihren Schatz lieben und ihr Schatz sie, dann...“
Im englischsprachigen Raum gibt es ein Gedicht von Chaucer in dem sich die Vögel an diesem Tag der Liebenden um die Göttin Natur versammeln, damit sie einen Partner finden mögen. Seit jeher stehen Blumen und Briefe und Herzen in engem Zusammenhang mit dem Valentinstag.
Durch die Auswanderer gelangte der Brauch bis nach Amerika. Und wie es die Geschichte kennt, wurde er dort mit neuen Varianten versehen und mit den Soldaten des Zweiten Weltkrieges kamen diese Ideen wieder nach Europa. 1950 gab es in Nürnberg den ersten Valentinsball. Der 14. Februar heißt heute bei einigen Jugendlichen „Tag der Süßigkeiten“ oder „Tag der Wirtschaft“. Es stimmt, dass an diesem Tag besonders Schokolade und Pralinen, verzierte Briefe und Grußkarten in Hülle und Fülle bereit stehen. Wie sollte man da diesen Tag übersehen?
Eigentlich kaufen Frauen mehr Blumen, aber an diesem speziellen Tag sind es die Männer, die Blumen kaufen. An zweiter Stelle stehen Parfum, Gutscheine und Essenseinladungen.
Während wir in Europa ein gegenseitiges Schenken haben, wird in Japan am Valentinstag die Schokolade von Frauen an Männer verschenkt. Erst am 14. März, am so genannten „White Day“ gibt es weiße Schokolade für die Frauen.
Die Südkoreaner haben zusätzlich einen „Black Day“, wer an den Tagen Valentinstag und „White Day“ leer ausgehen musste, isst am 14. April Nudeln mit schwarzer Soße. Bei den Südkoreanern hat der 14. eines jeden Monats eine romantische Nebenbedeutung.
In Finnland ganz und gar gibt es den Tag nur als „Freundschaftstag“, an dem werden anonym kleine Geschenke verschenkt, an Menschen, die man sympathisch findet.