Diemelschau des Diemelwasserverband

Bild anzeigen

(v.l.) Michael Stickeln, Verbandsvorsteher Diemelwasserverband, Wilfred Holtey, Triebwerksbesitzer, Rainer Thonemann, Gewässerwart Diemelwasserverband, Maren Stahlhut, RP Detmold NRW, Hermann Kröger, RP Detmold NRW, Clemens Hoppe, DMK Rimbeck, Heinrich Wiebe, RP Detmold NRW, Dieter Oderwald, Stadt Diemelstadt, Ulrich Klare, Verbandstechniker Diemelwasserverband, Elmar Schröder, stellv. Verbandsvorsteher Diemelwasserverband, Joachim Koch, 2. Vorsitzender Anglerverein Warburg e.V., Franz-Josef Weiffen, Stadt Marsberg, Ruben Emme, 1. Vorsitzender Anglerverein Warburg e.V., Armin Sander, Geschäftsführer Diemelwasserverband.

© Foto: privat

Warburg (wrs) - Der Diemelwasserverband Warburg hat die Diemelschau durchgeführt. In diesem Jahr wurden die Bereiche zwischen Westheim und Diemelstadt-Wrexen sowie der Abschnitt von Ossendorf, Wethener Straße bis zur Warburger Altstadt kontrolliert.

An der Diemelschau nahmen neben den Teilnehmern der Bezirksregierung Detmold auch einige Eigentümer von Wasserkraftanlagen und Anlieger der Diemel sowie Vertreter des Anglervereins Warburg e.V. teil.
Bei dieser regelmäßig stattfindenden Begehung wurde wieder überprüft, ob an der Diemel und ihren Deichen die Bestimmungen der Wassergesetze ordnungsgemäß eingehalten und die erforderlichen Unterhaltsarbeiten vorgenommen werden. Zudem wurden auch einige Zu- und Abläufe begutachtet und überprüft, ob Fehleinleitung erfolgen. Beeinträchtigungen wurden dabei jedoch nicht festgestellt.
In dem Bereich Wrexen wurden nähere Informationen zu einer umfangreicheren Baum- und Strauch- Rückschnittsmaßnahme mit einem Kostenvolumen von rund 7.000 Euro gegeben.
Anlässlich der Gewässer- und Deichschau wurden auch Ideen für weitere Renaturierungsprojekte im Verbandsgebiet erörtert.
So wurde in der Nähe der Ortslage Germete/Heinberg zum geplanten Strahlursprung Nr. 254 informiert. Dabei wurden die beiden Varianten der bisherigen Planung vorstellt.
„Strahlursprünge“ sind naturnahe Gewässerabschnitte, von denen aus gewässer-typspezifische Organismen in andere Abschnitte wandern oder driften bzw. positive Umweltbedingungen in andere Gewässerabschnitte transportiert werden. Sie sind in Bezug auf die strukturelle, stoffliche und hydrologisch-hydraulische Qualität (abiotisch) sowie die Besiedlung (biotisch) naturnah und gewässertypisch ausgeprägt. „Strahlursprünge“ sollen eine Mindestlänge aufweisen, um den nötigen „Überschuss“ an empfindlichen Organismen produzieren zu können. Das Prinzip der Strahlwirkung bedeutet, dass die naturnahen Fließgewässerabschnitte eine positive Wirkung auf benachbarte strukturell beeinträchtigte Gewässerstrecken ausüben.
Hintergrund dieser Planung ist die ökologische Verbesserung der Diemel im Bereich des Strahlursprungs Nr. 254 nach der Darstellung im „Konzept zur hydromorphologischen Verbesserung der Fließgewässer im Kreis Höxter“. Die Flächen stehen in diesem Bereich im Eigentum der Hansestadt Warburg. Zudem liegen sie an einem Rad- und Wanderweg, so dass die Maßnahme auch für die Öffentlichkeit sehr gut zugänglich ist.

Bei besten frühlingshaften Wetterbedingungen wurden die rd. 15 Kilometer langen Streckenabschnitte besichtigt und abgelaufen.