Klostermarkt in Dalheim

Ein beinahe himmlischer Markt

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© Foto: Sürder

Dalheim (js) - Ein Kloster ist eigentlich ein Ort der Besinnung und der Einkehr. Einmal im Jahr aber verwandelt sich das Kloster Dalheim in ein buntes Marktgelände. Zum zehnten Mal kamen Teilnehmer aus Klöstern aus ganz Deutschland und Europa, um im Ambiente des malerischen Geländes ihre Waren feilzubieten. Die Produktpalette reicht von Lebensmitteln wie Brot, Marmeladen, Süßwaren und Wein bis zu Kleidung, Hochprozentigem und Schmuck.

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Elmar Kämper in seiner "Werkstatt".

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Elmar Kämper zeigt an seiner historischen Drehbank, wie im 11. Jahrhundert Stuhlbeine und ähnliches hergestellt wurden. Das sah aufwändig aus, aber Kämper versichert: „Mit ein wenig Übung schafft man ein Stuhlbein im etwa 15 Minuten." Die kleinen Besucher durften die Technik auch gleich ausprobieren. In der historischen Schmiede auf dem Gelänge wurde ebenfalls authentisches Handwerk gezeigt. Der Schmied heizte in der kleinen Werkstatt ein und sorgte so für Schweißperlen auf den Gesichtern der interessieren Besucher.

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Eine schweißtreibende Angelegenheit.

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Knöpfe für den guten Zweck
Die Kongregation der Schwestern der christlichen Liebe aus Paderborn boten Knöpfe in allen Farben und Formen an. Schwester Chrysostoma erklärt den Zweck der Aktion: „Die Knöpfe stammen aus einem Nachlass. Wir verkaufen sie, um Geld für unsere Schwestern in Uruguay zu sammeln, die dort die Menschen unterstützen."

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Schwester Chrysostoma und Schwester Tarzisis aus Paderborn.

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Die Schwestern spenden das Geld, um Kinder zur Schule gehen lassen zu können. Die Schwestern aus Paderborn waren schon beim ersten Klostermarkt vor zehn Jahren dabei und nehmen seitdem jedes Jahr mit einem Stand teil.

Kinderprogramm und Weitgereiste
Auf der Wiese bestaunten viele kleine Besucher die Schafe und Ziegen im Gehege und ließen danach beim Kinderprogramm „Klosterwerkstatt" ihrer Fantasie freien Lauf. Auf dem ganzen Gelände war das Klopfen auf den großen Ytong-Blöcken zu hören.Trotz des mäßigen Wetters war das weitläufige Gelände gut gefüllt. Die Kennzeichen der Autos gaben Auskunft über die weiten Reisen, die die Besucher unternommen hatten, um nach Dalheim zu kommen. Aus dem Ruhrgebiet, Süddeutschland und sogar aus den Niederlanden stammten einige Besucher. Insgesamt fanden 17.000 Besucher den Weg zum zweitägigen Klostermarkt.

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Die Schwestern vom Heiligen Johannes aus Den Haag.

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Auch mancher Aussteller hatte eine weite Reise: Die Augustiner Chorschwestern, die frisches Brot und Käse im Angebot hatten, stammen aus Österreich, die Trappisten Nový Dvur gar aus Tschechien und die weiteste Anreise hatten sicher die Mitglieder des Klosters der Heiligen Elisabeth aus Minsk in Weißrussland.

Neuer Glanz in alten Gebäuden
Das Klostermuseum war zum Klostermarkt natürlich auch geöffnet und lud zum Staunen und Erkunden ein. Die aufwendig renovierten Räume zeigen den Alltag und die verschiedenen Stationen des Klosterlebens. Auch die gepflegten Klostergärten luden zum Flanieren ein. Dabei konnten die Besucher etwas über die Verwendung verschiedenster Pflanzen und Kräuter durch die Ordensleute lernen.

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Auch ein Abt hat mal Lust auf eine Maß Bier: Abt Dominicus Meier von der Benediktinerabtei aus Meschede.

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In der wunderschön restaurierten Klosterkirche beging man am Samstag einen feierlichen Gottesdienst, der auf rege Teilnahme stieß. Leitung hatte der Abt Dominicus Meier von der Abtei Königsmünster aus Meschede.

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Die Dalheimer Klostergärten.

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Im 19. Jahrhundert wurde das Kloster im Zuge der Säkularisation, also der Entziehung der kirchlicher Besitztümer in staatliche Hand, verpachtet. Kreuzgang und Kirche, die heute in neuem Glanz erstrahlten, dienten zwischenzeitlich tatsächlich als Stallungen. Seit vielen Jahren wird am und ums Kloster und auf dem Gelände renoviert, restauriert und gearbeitet und so erstrahlt das über 500 Jahre alte Gelände mit der Vielzahl an Gebäuden heute in neuem Glanz.

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