Gera - Das Projekt „Binnenelster“ des Geraer Architekten Siegfried von Hopffgarten ist schon bei der ersten Präsentation Anfang Juni auf großes Interesse der Bürger gestoßen. Es sieht vor, die Fläche vor dem Kultur- und Kongresszentrum Gera nachhaltig zu gestalten.
Nun ist dieser interessante Entwurf bis Ende August in der Stadt- und Regionalbibliothek am Puschkinplatz zu sehen. Der besondere Reiz der Präsentation an diesem Ort besteht darin, dass die zu gestaltende Fläche direkt vor der Haustür liegt. So kann man zuerst das Modell bestaunen und dann mit einem Blick aus dem Fenster, das Projekt vor seinem geistigen Auge entstehen lassen.
„In erster Linie versteht sich das Projekt ‚Binnenelster‘ als Beitrag zu einem ökologischen Stadtumbau mit Innovationen für die Energiewende“, betont Siegfried von Hopffgarten, selbst ein strikter Verfechter der Energiewende. Sein Konzept von einem sich autark mit Energie versorgenden Veranstaltungsort mit Wasserfläche im Stadtzentrum zeigt, wie Photovoltaik-Anlagen auf den Sonnensegeln, Windgeneratoren auf deren höchsten Punkten und kleine Pumpspeicherwerke in den Segeln Strom produzieren, der unter anderem zur Beleuchtung oder etwa zum Frosten der Eislaufbahn genutzt werden könnne.
In zweiter Linie ist das Projekt aber auch ein Vorschlag, wie mit der Brachfläche im Zentrum umgegangen werden kann. Dabei stehen nach Meinung des Architekten die Anziehung neuer Besucher für die Stadt und die Erhöhung der Lebensqualität für die Bevölkerung gleichrangig nebeneinander. Mit der Ausstellung in der Bibliothek will Siegfried von Hopffgarten die Diskussion beflügeln. Er hofft auf einen Architektenwettbewerb für die Fläche im Zentrum der Otto-Dix-Stadt wie auch für den Bereich an der Reichsstraße mit bereits offen gelegtem Mühlgraben.
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