Vorbereitungen für Ferienprojekt erreichen Endphase

Eine Stadt in der Stadt

Meiningen (tk) - In der Meininger Stadtverwaltung gibt es jetzt eine neue Abteilung. In Zimmer 224 hat sich Projektleiter Nikolai Warth „eingemietet“, um die letzten Vorbereitungen für die diesjährige Kinderstadt zu treffen. Die Stadt in der Stadt öffnet ihre Pforten in der finalen Ferienwoche.

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Stolz zeigt Projektleiter Nikolai Warth auf die Fußtritte, die auf dem Töpfemarkt an die vergangene Kinderstadt erinnern.

© Foto: Tina Kwiatkowski / Archivbild

Etwa 120 Kinder im Alter von sieben bis 13 Jahren, die alle aus der näheren Umgebung stammen, werden am 27. August 2012 zu Bewohnern von „Tiberanda“. So lautet auch in diesem Jahr der offizielle Name der Zeltstadt. Das Organisationsteam um den federführenden Verein „Projekte M“ stockte die Teilnehmerzahl im Vergleich zum Vorjahr deutlich auf und reagierte damit auf die große Nachfrage, die sich spätestens seit der letzten Kinderstadt einstellte. Eine zahlenmäßige Erweiterung erfuhren auch die Berufe, die die Kinder in ihrer Stadt erlernen, wobei einige der Tätigkeiten aus 2011 durch neue ersetzt werden. Insgesamt stehen den Kindern nun elf statt neun Berufe zur Auswahl, die zumeist eine handwerklich-kreative Ausrichtung haben. Die Stadtgrenzen von Tiberanda verlagern sich aufgrund einer neuen Bebauungssituation am Schwabenberg stärker in Richtung Töpfemarkt. Auch das einstige Gasthaus „Zur Nonne“ soll belebt werden.

Von 09.00 Uhr morgens bis 16.00 Uhr wartet die Kinderstadt täglich mit einem anregenden Ferienprogramm auf. Neben der „Ausbildung“ in den verschiedenen Berufen stehen auch zahlreiche spannende Workshops und natürlich jede Menge Spiel und Spaß auf der Agenda. Zum Abschluss ihrer gemeinsamen Woche begehen die Kinderstädter am 01. September 2012 ein großes Fest, zu dem sie auch Besucher von außerhalb willkommen heißen.

Das Kinderstadt-Projekt will allerdings mehr sein als ein abenteuerlicher Ferienspaß für Schüler. Die Kinder sollen vor allem das gute Gefühl bekommen, dass ihnen in Meiningen ein öffentlicher Raum geboten wird, den sie selbst aktiv mitgestalten dürfen. Dem Koordinationsteam ist daran gelegen, dass sich die Theaterstadt auch über diese eine Ferienwoche hinaus als eine Kinderstadt präsentiert - ein Anliegen, das Meiningens neuer Bürgermeister Fabian Giesder als junger Familienvater nur allzu gern mit seiner Schirmherrschaft unterstützt.

Nicht nur in den Köpfen der Menschen, auch im Meininger Stadtbild soll die Kinderstadt Spuren hinterlassen - man darf gespannt sein!

© Tina Kwiatkowski

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