Entscheidungen des Kreisausschusses

Bevern (ozm) - In seiner Sitzung am 18. Juni 2018 hat der Kreisausschuss des Landkreises Holzminden entschieden, für die offene Ganztagsschule an der Schloss-Schule Bevern einen zweiten mobilen Raumpavillon als Klassenraum aufzustellen. Die Samtgemeinde Bevern beteiligt sich an den Kosten. Bei der Planung der Grundschule Bevern Ende der 90er Jahre war man von einer zweizügigen Schule ausgegangen. Bedingt durch neuere pädagogische Anforderungen im Rahmen der Ganztagsschule und der Einführung des Mittagessens reichen die Räumlichkeiten jetzt nicht mehr.
Der Landkreis Holzminden stellt Kofinanzierungsmittel für die „Waldjugendspiele 2019“ zur Verfügung. Die Waldjugendspiele als waldpädagogisches und umweltpädagogisches Angebot spricht die Eingangsklassen der weiterführenden Schulen im Landkreis Holzminden an. Für die neu gebildeten Klassen steht neben der Wissensvermittlung auch die Teambildung im Fokus. Projektträger sind die Niedersächsischen Landesforsten – Forstamt Neuhaus. Das Angebot wird erstmalig dem Schuljahrgang 2019/2020 für die Schulen in den Landkreisen Holzminden und Northeim angeboten.
Seit 1999 gibt es den Verkehrsverbund Südniedersachsen, bei dem der Landkreis Holzminden Mitglied ist. Parallel dazu wurde auch der Zweckverband Verkehrsverbund Südniedersachsen (ZVSN) durch die Landkreise Göttingen und Northeim gegründet. Er fungiert für beide Kreise als Aufgabenträger. Durch Aufgabenverlagerung von der Landesnahverkehrsgesellschaft auf die Landkreise und erhöhte rechtliche Anforderungen rund um den Öffentlichen Personennahverkehr reicht die Personalausstattung beim Landkreis Holzminden in der Zukunft nicht mehr. Um Synergieeffekte zu nutzen soll jetzt ein Beitritt zum ZVSN geprüft werden.
In der Kreistagssitzung am 4. Juni 2018 wurde ein Antrag zur Fortsetzung des Ticket-S für weitere zwei Jahre durch die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen eingebracht. Dieser Antrag wurde in den Kreisausschuss zur Beratung verwiesen. Hier wurde jetzt beschlossen das Ticket-S für weitere zwei Jahre anzubieten. Die ersten Gespräche dazu haben bereits stattgefunden, so dass davon auszugehen ist, dass es einen nahtlosen Übergang dieses Angebotes für die Landkreiseinwohner geben wird.
Landrätin Angela Schürzeberg teilte in der Sitzung mit, dass die Niedersächsische Landesschulbehörde den Antrag auf Weiterführung der Förderschule am Hagedorn mit dem Förderschwerpunkt Lernen in Deensen mit Bescheid vom 13.06.2018 abgelehnt habe. Von den 18 Schülerinnen und Schüler aus dem Kreisgebiet mit prognostiziertem Förderbedarf haben sich lediglich drei Schülerinnen und Schüler an der Förderschule angemeldet. Damit sei eine pädagogisch sinnvolle Arbeit im Sinne einer Schulgemeinschaft nicht gewährleistet.
Auch die Einrichtung eines 10. Jahrgangs an der Förderschule am Hagedorn wurde durch die Niedersächsische Landesschulbehörde abgelehnt, da die Mindestschülerzahl von 10 Schülerinnen und Schülern nicht für mehrere Jahre gewährleistet sei. Von den 17 Schülerinnen und Schülern des Jahrgangs 9 haben sich lediglich neun für den Besuch der 10. Klasse in Deensen entschieden. Da die Schülerzahlen in den Jahrgängen 6, 7 und 8 niedriger sind, ist nicht davon auszugehen, dass die erforderliche Mindestschülerzahl erreicht wird.