Zella (ck/fh) - Zum Lebensraum Quellen informiert in den kommenden Wochen eine Ausstellung im UNESCO-Informationszentrum Propstei Zella. Der hessische Verband für Höhlen- und Karstforschung und die Thüringer Verwaltungsstelle des Biosphärenreservats Rhön haben sie gemeinsam erarbeitet.
Zur Ausstellungseröffnung waren zahlreiche Gäste aus allen Teilen der Rhön gekommen, darunter auch viele, die sich ehrenamtlich im Natur- und Umweltschutz des Biosphärenreservats Rhön engagieren. „Wir wollen mit dieser Ausstellung zeigen, was wir in unseren Rhöner Quellen sehen und was wir mit bloßem Auge nicht sehen können“, sagte Stephan Zaenker, Vorsitzender des hessischen Verbands für Höhlen- und Karstforschung. In der Rhön seien in den letzten Jahren sehr viele Quellen kartiert worden. In ihnen habe es Entdeckungen gegeben, die teilweise weltweit einzigartig sind. Unter anderem sei eine endemische Art öfter entdeckt worden – die Rhönquellschnecke. Sie gebe es nur in den Quellen der Rhön und in Teilen des Vogelbergs, meinte auch Karl-Friedrich Abe, Leiter der Thüringer Verwaltungsstelle des Biosphärenreservats Rhön. „Die Rhöner können stolz auf ihre Quellen sein, denn hier gibt es noch viele frei fließende Quellen“, sagte Zaenker. Es sei unter anderem eine Aufgabe des Biosphärenreservats Rhön, diesen Stand zu erhalten.Über die Quellen in der Rhön wird in der Ausstellung auf insgesamt vier Schautafeln informiert. Die Abbildungen stammen von einer Quelle am Auersberg bei Hilders, und sie zeigen auch eine Rhönquellschnecke, die in Wirklichkeit nur zwei bis drei Millimeter groß ist.