A Cappella mit „basta“ am Zeitgeist

Freude am eigenen Klangkörper

Beverungen (bs) – Stürmischen Applaus löste das neue Konzertprogramm der A cappella-Band „basta“ in der gut gefüllten Beverunger Stadthalle aus. Die fünf jungen Männer unterhielten das Publikum fast ausschließlich mit dem schönsten und vielfältigsten Instrument, der menschlichen Stimme.

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Die fünfköpfige A cappella-Band „basta“ gastierte in Beverungen.

© Foto: Siebrecht

Die Gruppe „basta“, die von den Schulfreunden Rene Overmann und William Wahl 2000/01 gegründet wurde, hat mittlerweile einen hohen Bekanntheitsgrad erreicht. Zahlreiche Fernsehauftritte und eine eigene Show im WDR sowie ihr bekanntesten Hits „Spielerfrauen“ (2008) und „Gimme Hope Joachim“ (2010) trugen dazu bei. Kreativer Kopf der Truppe ist William Wahl.

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Thomas Aydintan parodierte Reinhard Mey, die anderen vier Sänger, die Saiten seiner Gitarre.

© Foto: Siebrecht

Mit dem Programm in Beverungen, „basta macht blau“ wollten die Sänger ihr Publikum einmal aus dem Alltag entführen, gemeinsam entspannen und die Sorgen vergessen lassen eben blau machen! Dazu hatten die Musiker ihre bekannten Werke sowie die neuen Lieder ihres mittlerweile 6. Albums im Gepäck. Mit viel Humor und einer Prise Kritik am Zeitgeist und der menschlichen Natur im Text, trug dabei abwechselnd ein „Leadsänger“ der Band die Melodie vor. Unterstützt wurde er von den vier Kollegen, die mit ihrem Sound ein halbes Orchester inklusive Schlagzeug ersetzten. Die Männer überzeugten musikalisch durch ihre stimmliche Klarheit und sauberer Intonation, dabei war die Freude der Sänger am eigenen Klangkörper immer zu spüren.

Der Spaß, den „basta“ an ihren musikalisch anspruchsvollen Spielereien und frechen Einlagen hatte, übertrug sich schnell aufs Publikum. Das Publikum staunte, welchen rhythmischen Sound die Männer allein mit ihrer Stimme erzeugen konnten, indem sie „Texte“ wie abgehackte bma, dip dip, tst, p oder gsch, oder stimmvolle ahuahu, rugeduah oder jigedig, von sich gaben. Hervorzuheben war dabei die herrliche Bassstimme von Andreas Hardegen.

Auch optisch hatten die vier schmucken Männer kleine Choreografien zu bieten und füllten mit Tanzschritten vom Walzer bis zum Boygroup-Stil die Bühne. Im basta macht blau-Programm hatten die Musiker Persönliches zu berichten, wie ihre Erlebnisse auf Deutschlands Straßen mit einer Verarbeitung von SOS (ABBA) zum Refrain: „Ich wird fett und alt, weil ich nur bei Esso ess!“. Griechische Volklore wurde im Lied „Liechengrand“ aufgegriffen. Die Anfangsbuchstaben der Substantive wurden dabei vertauscht, so dass zum Beispiel aus Griechenland - Liechengrand wurde. Das Ergebnis wurde mit Sirtaki-Tänzen untermalt und der Text war erstaunlicherweise zu verstehen. Mit Mentalist Werner Adelmann probierte das Publikum „optische Täuschungen, die enttäuschen“ aus während die Sänger dazu die unheimliche Atmosphäre produzierten. Mit dem Lied „AppDepp“ ging es um überflüssige Programme auf dem Eye-Phone.

Begeistert waren die Zuschauer auch von den Parodien auf Reinhard Mey durch Thomas Aydintan und die Parodie auf Herbert Grönemeyer durch Rene Overmann zu „Schiffsverkehr“. Das Publikum war sich am Ende des Konzerts einig, dass man mit „basta“ herrlich blau machen kann

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