Mühlhausen (u.j.) Im Anschluss an ihre Mitgliederversammlung lud die Junge Union Unstrut-Hainich am 29.06.2012 zu einer Buchlesung mit Herbert Grob in den Mühlhäuser Ratskeller ein.
Der Kreisvorsitzende der Jungen Union, Jonas Urbach, bedankte sich bei Herrn Grob für den ergreifenden Vortrag und würdigte dessen Engagement.
© Foto: privatHerbert Grob, der 1945 im Alter von 17 Jahren unschuldig als sogenannter „Werwolf“ vom sowjetischen Militärgeheimdienst verurteilt wurde und fünf Jahre in verschiedenen
Gefängnissen in Ostdeutschland verbringen musste, las aus seinem Buch „Gelitten, gehofft, überlebt“. In eindringlicher Weise berichtete er von den dramatischen Erlebnissen aus seiner Jugend. Er schilderte seine Festnahme, die Verurteilung, die Transporte ins Ungewisse und die Lebensumstände in den verschiedenen Haftanstalten. Herbert Grob ergänzte die vorgetragenen Textpassagen durch detaillierte Ausführungen und ging auf die zahlreichen Fragen des jungen Publikums ein. Seine Ehefrau und
damalige Freundin, Eva Grob, berichtete über diese Zeit aus der Sicht der „daheim Gebliebenen“ und stand ebenfalls für Fragen zur Verfügung. Der Kreisvorsitzende der Jungen Union, Jonas Urbach, bedankte sich bei Herrn Grob für den ergreifenden Vortrag und würdigte dessen Engagement. Herbert Grobs Bereitschaft, über seine schrecklichen
Erlebnisse immer wieder auch vor jungen Menschen zu berichten, trägt dazu bei, die Geschichte nicht in Vergessenheit geraten zu lassen und diene zugleich als Mahnung für die junge Generation. Begleitet wurden Herbert Grob und seine Frau vom Mühlhäuser
Filmemacher Florian Arndt und dessen Team, der einen Film über Herbert Grob und dessen Leben dreht.
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