Artur Klose in Georgien ausgezeichnet

Jugendarbeit mit Comics und Trickfilmen

Von Kerstin Aderholz

 

Hombressen/Batumi - Auf die Anfrage des georgischen Bundesministeriums für Kunst und Denkmalpflege an das Deutsche Filmmuseum nach einem deutschen Künstler, der sich für die Hilfe bei der Entwicklung eines einzigartigen Schulnetzes eignen würde, fiel der Name Artur Klose, der in Hombressen wohnt. Mittlerweile ist es zwei Jahre her, dass Klose in das ihm bis zu diesem Zeitpunkt unbekannte Land eingeladen wurde, um bei der Entstehung von Schulen zu helfen, in denen Jugendliche lernen, Trickfilme zu erstellen.

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Artur Klose nach der Preisverleihung im georgischen Batumi für seine Verdienste in der Jugendarbeit.

© Foto: privat

Aus diesem Projekt entwickelte sich eine ausgezeichnete Zusammenarbeit mit regelmäßigen Workshops in Georgien und schließlich auch in Hombressen, wo in diesem Sommer georgische Jugendliche in Kloses „German Center of Modern Art“ einen Trickfilmworkshop absolvierten.
Diese erfolgreiche Arbeit führte schließlich dazu, dass Artur Klose in der georgischen Stadt Batumi mit einem Preis für seine Verdienste in der Jugendarbeit ausgezeichnet wurde.
Für die Zukunft erhofft man sich in Georgien, das „Festival des Jungen Georgischen Trickfilms“, das in kleinem Rahmen begonnen hat, weiter fortzuführen und um Besuche deutscher Jugendliche in Georgien zu erweitern.
Doch nicht nur in Georgien ist Artur Klose aktiv. Beispielsweise war er bereits mehrmals nach Russland eingeladen, um als „Botschafter der deutschen Sprache“ wie er in einem Presseartikel genannt wurde, Jugendliche zum Deutschlernen zu motivieren. Das geschieht zum Teil mittels Comicbüchern von Artur Klose, die - zweisprachig erstellt - beim Erlernen der deutschen Sprache helfen.

 

Zur Person
Der deutsche Künstler Artur Klose wurde 1971 in Polen geboren, kam 1991 nach Deutschland und lebt mittlerweile in Hombressen. Er studierte Visuelle Kommunikation an der Kasseler Kunsthochschule in der Trickfilmklasse von Professor Paul Driessen.
Während seines Studiums entstand der einminütige Kurzfilm „Ein Wurm namens Jacques“ und wurde auf über 20 internationalen Filmfestivals präsentiert. Daraufhin erhielt Klose ein Stipendium des Cusanuswerkes.
Es folgten weitere Filme sowie Comicbücher, die den Weg zur Zusammenarbeit mit Kindern und Jugendlichen begleiteten.
Im Jahr 2014 organisierte Klose in Kassel eine Ausstellung der satirischen Werke der Serie „Welcome Sochi!“ des russischen Künstlers Wassilij Slonow. Nach Verlegung des Ausstellungsortes vom Kasseler Friedrichsplatz in das deutlich kleinere Stellwerk am Kulturbahnhof kritisierte Klose dafür die städtischen Behörden.

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