Auf dem Hugenotten- und Waldenserpfad

Marc Brunet legt 2.000 Kilometer zurück

Gottstreu (hak) - Rund 2.000 Kilometer war Langstreckenwanderer Marc Brunet auf dem Hugenotten- und Waldenserpfad unterwegs. Anfang Juli startete er im französischen Le Poët Laval (Département Drôme). Am 14. September erreichte er Gottstreu und wurde im Waldensermuseum von Bürgermeister Cornelius Turrey, Familie Mazet und Wolf Haag herzlich empfangen. Mit seiner Wanderung auf den Spuren der Waldenser und Hugenotten möchte Brunet darauf aufmerksam machen, dass auch heute noch Christen verfolgt werden und Flucht und Vertreibung erleiden. So war es auch den Ortsgründern von Gottstreu und Gewissenruh ergangen. Um des Glaubens willen hatten sie ihre Heimat im Piemont 1698 verlassen müssen. Erst nach Zwischenstationen in Württemberg, Brandenburg, Dänemark und einem gescheiterten Ansiedlungsprojekt im Solling fanden sie 1722 Aufnahme im Wesertal.
Marc Brunet zeigte sich sehr beeindruckt von der Darstellung dieser beispiellosen Waldenserwanderung im Gottstreuer Museum und nahm sich trotz seines enormen Wanderpensums Zeit, die Ausstellung eingehend zu besichtigen.