FSU zeigt im alten Straßenbahndepot die Schau „Frank Stella. Neue Arbeiten“

Mehr als Schrott

Jena (sho) - Es ist die größte Schau aktueller Arbeiten des amerikanischen Künstlers Frank Stella weltweit: Die Ausstellung „Frank Stella. Neue Arbeiten" im alten Straßenbahndepot in der Dornburger Straße in Jena. Zu sehen ist sie vom 15. Oktober bis 4. Dezember 2011.

Bild anzeigen

Der US-Amerikaner Frank Stella vor seiner Skulptur K.43 (lattice with nickel coating). Unter dem Titel „Frank Stella. Neue Arbeiten" wird eine Auswahl von aktuellen Werken des Künstlers vom 15. Oktober bis zum 4. Dezember 2011 in Jena gezeigt.

© FSU

Gezeigt wird in der Schau eine Mischung aus riesigen farbigen Gemälden und bunten Skulpturen jeder Größe, die Stella übrigens auch „Paintings" (also Gemälde) nennt, dreidimensionale Gemälde eben. Die über 30 Arbeiten entstammen alle dem letzten Jahrzehnt und sind zum Teil erstmals ausgestellt.

In Jena bekannt wurde Frank Stella vor allem durch seine fünf Stahl-Skulpturen (im Volksmund auch Schrott genannt), die seit 1996 auf dem Ernst-Abbe-Platz stehen. Die Skulpturen der „Hudson River Valley"-Serie bilden heute eines der größten Stella-Skulpturenensembles weltweit. Doch den Künstler und die Saalestadt verbindet noch mehr. 1996 erhielt Stella die Ehrendoktorwürde der Philosophischen Fakultät der Jenaer Uni – damit war er nach Auguste Rodin 1906 der zweite Künstler überhaupt. Zudem wurden ebenfalls 1996 und 2001 bereits zwei viel beachtete Stella-Ausstellungen in der Universitätsstadt gezeigt werden, was ihr ein internationales Flair in der Kunstwelt verlieh.

„Mit dieser Schau nun ehrt die Friedrich-Schiller-Universität ihren wohl berühmtesten Ehrendoktor zu seinem 75. Geburtstag", sagte Martin S. Fischer, der Lehrstuhlinhaber für Spezielle Zoologie und Evolutionsbiologie, der gemeinsam mit seiner Frau, der Kulturwissenschaftlerin Dr. Barbara Happe, die aktuelle Ausstellung organisiert und der zu Frank Stella eine freundschaftliche Beziehung pflegt.

Vom Straßenbahndepot als Ausstellungsort zeigte sich der US-Künstler begeistert. Bloß nicht renovieren, habe er gesagt, als er die historische Halle zum ersten Mal sah. Sie erinnere ihn an eines seiner früheren Ateliers. Mit ihren Ausmaßen (31 Meter Breite und 27 Meter Länge) und dem traumhaften Oberlicht sei sie die schönste Kunsthalle, die es gibt.

Geöffnet ist die Ausstellung „Frank Stella. Neue Arbeiten" jeweils mittwochs, samstags und sonntags von 10 bis 16 Uhr, donnerstags und freitags von 10 bis 20 Uhr. Der Eintritt ist frei. Zum Begleitprogramm der Ausstellung gehören Filmvorführungen sowie Samstagmatineen, die das Kulturhistorische Seminar der Universität veranstaltet. Die genauen Termine gibt's im Internet unter www.stella.uni-jena.de.

© sho

Bewerten Sie diesen Artikel

4.9
4,9 (50 Stimmen)

Möchten Sie diesen Artikel

Versenden Drucken
Anzeige

Noch keine Kommentare vorhanden

Zu diesem Artikel wurde noch kein Kommentar hinterlassen, schreiben Sie doch den ersten.

Diesen Artikel versenden

Absender-E-Mail:*
Empfänger-E-Mail:*
Nachricht:*

* Pflichtfelder
Als Startseite festlegen Facebook Twitter RSS-Feeds Mobile