Brakeler Lebensmittelausgabe

Niemand kommt zu kurz

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Die Brakeler Ehrenamtlichen vor der Essenausgabe (Vorn links Leiterin Frau Kahle).

© Foto: privat

Brakel (ozm) - "Für uns kommt das nicht in Frage!" so Frau Kahle, Vorsitzende der Brakeler Lebensmittelausgabe über das Aussperren von Geflüchteten bei der Essener Tafel. Die 13 Brakeler Ehrenamtlichen der Lebensmittelausgabe der Caritaskonferenz dürfen sich aus formalen Gründen nicht Tafel nennen, arbeiten aber genauso wie die Tafeln und haben die gleiche Bedeutung für die Bedürftigen der Stadt. Sie vermeiden Verdrängungsprozesse von Einheimischen und Flüchtlingen, indem sie Zugangsmöglichkeiten mit verschiedenen Öffnungszeiten eingerichtet haben. Auch in Brakel hat es Spannungen zwischen Hartz-Beziehern und Geflüchteten gegeben, weil zumeist Einheimische bevorzugt behandelt werden wollten. Da ein Aussperren von bestimmten Gruppen für die Brakeler nicht in Frage kam, haben sie den Zugang zur Lebensmittelausgabe organisiert. "Es hat sich geradezu angeboten, dass die Geflüchteten nach den bedürftigen Deutschen an der Reihe waren, weil sie erst später von ihren Integrationskursen bzw. von ihren Arbeitsstellen kamen. Seither gibt es kein Gerangel mehr." Für die Brakeler Ehrenamtlichen sind die Streitereien um Lebensmittel erklärlich: "Wenn Hunger droht, dann ist sich jeder selbst der Nächste! Wir klären das in aller Ruhe, weil für jeden Essen da ist. Es ist größtenteils eine Frage der Organisation!" Die Brakeler Lebensmittelausgabe ist dankbar für jede private Geldspende sowie weitere Lebensmittelspenden der Supermärkte.

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