125. Carnevalssaison - "Rette sich wer kann"

Prunksitzung des HCV 1888 e. V. Hildburghausen

Hildburghausen (wotan) - Am 17. Februar 2011 hatte der HCV 1888 e. V. Närrinnen und Narren in das Stadttheater Hildburghausen zu seiner 125. Saison eingeladen und begeisterte mit einem bunten Programm.

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Die Rote Garde im Rampenlicht

© Foto: wotan

Bürgermeister Steffen Harzer bescheinigte in seinem Grußwort, der HCV 1888 e. V. sei immer für einen Spaß zu haben und werde das diesjährige Motto „Rette sich wer kann“ in unnachahmlicher Art und Weise herüberbringen und witzig die große und auch kleine Welt erklären.
Der Präsident des HCV 1888 e. V. Silvio Bastigkeit lud ein, gemeinsam auf der Rettungsinsel des Humors viele frohe Stunden zu verbringen.
Das bunte Prunksitzungsprogramm war musikalisch von den „Flamingos“ umrahmt worden. Als Gäste wurden befreundete Karnevalsvereine begrüßt: der Schleusinger Karnevalsclub, die Altkarnevalisten, der Dietzhäuser Karnevalsverein, der Feuerwehrfaschingsverein und der Gleichamberger Karnevalsverein. Unter den Ehrengästen befanden sich Landrat Thomas Müller mit Gattin sowie der erste Beigeordnete von Hildburghausen in Vertretung des Bürgermeisters.
Bernd Walter philosophierte in der Bütt über Zeit und Glauben und stellte angesichts der nahenden Kommunalwahlen die Frage, ob denn Landrat und Bürgermeister auf Lebenszeit gewählt worden wären, man könne sich an die Vorgänger gar nicht mehr erinnern. Zeit bedeute, es sei Zeit, dass er gehe und Glaube drücke aus, man glaube gar nicht, wie lange er sich halte.
Dem Bürgermeister hätten die Hildburghäuser bei der Wahl zum Landesvorsitzenden der Linken vergeblich die Daumen gedrückt, jetzt müssten sie ihn behalten. Das „Kaufland“ in Hildburghausen nehme am Wettbewerb „Orientierungsloses Kaufen“ teil und angesichts des ständigen Umräumens in den Regalen sei es nur eine Frage der Zeit, bis der erste Mensch im Einkaufsmarkt verhungert wäre.
Als Gäste begeisterten das siebenjährige Tanzmariechen aus Schleusingen und die Gemischte Garte aus Gleichamberg. Auch Landrat Thomas Müller bereicherte das Programm mit einem Witz: Chef und Sekretärin waren auf Dienstreise in Paris und sie brachte einen 10.000 Euro teuren Pelz mit nach Hause. Dem Ehemann erklärte sie, dort im Lotto gewonnen zu haben, ebenso bei der zweiten Dienstreise, als sie ein 50.000 Euro teures Diamantenkollier vorzeigte. Der Mann bot sich an, ihr zur Entspannung Badewasser einzulassen. Als sie in die Wanne stieg, waren nur zwei Zentimeter Wasser drinnen. Seine Begründung lautete, er möchte nicht, dass der Lottoschein nass werde.
Für viel Heiterkeit sorgten „Andrea Berg“ und „Wolfgang Petri“, Safari-Reisender Dirk Bernhardt, das Aufklärungsgespräch, die Cleopatras und natürlich das Männerballett, welches um eine Zugabe nicht herumkam.
Mit dem Gesang der Hildburghäuser Kanevalshymne fand das bunte Faschingsprogramm seinen Abschluss.