Ein weiteres Stück Lutherweg wurde eingeweiht

Scheingefangennahme Luthers vor 491 Jahren

Steinbach (ga) - Die lEntführung Luthers im Jahre 1521 wurde am 4. Mai von einer Theatergruppe auf Initiative des Aktionsnetzwerkes Lutherdekade nachgestellt.

Bild anzeigen

Viel neugieriges Volk wollte die Gefangennahme erleben.

© Foto: Anacker

Inmitten einer Vielzahl von Schaulustigen in der Nähe des heutigen Lutherdenkmals haben die Akteure die damalige geheime Mission analog den Überlieferungen nachgeahmt. Auf seiner Rückreise vom Reichstag in Worms war dieser für „vogelfrei“ erklärt worden, weil er seine 95 Thesen an der Wittenberger Schlosskirche nicht widerrief. Er konnte also von jedermann ungestraft getötet werden. Die Angst vor Überfällen reiste deshalb in der Kutsche mit. Als sich dann die vermummten Reiter an dieser Stelle näherten, ergriff Luthers Begleiter Johann Zacharias Petzensteiner die Flucht. Zum Schein nahmen die vermummten Reiter, als Gesandte des Kurfürsten von Sachsen, Friedrich den Weisen Luther gefangen und brachten ihn zur Wartburg. Getarnt als Junker Jörg entstand dort das Neue Testament – die Übersetzung vom Griechischen ins Deutsche.
Das Spektakel im Luthergrund mit der Entführungsgeschichte im Glasbachgrund war verbunden mit der Eröffnung eines weiteren Teilstücks des Lutherweges vom Lutherstammort Möhra nach Eisenach.