4.800 „Einwohner“ in „Aldradach“

Schlacht der Giganten – Orks und Ritter beim Drachenfest

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Furchteinflößende Gestalten sind keine Seltenheit in Adradach.

© Foto: Seidenstücker

Von Inge Seidenstücker


Diemelstadt-Rhoden – In die Rollen von Rittern, Gauklern, Feen, Zwergen, Orks und alle möglichen Fantasiefiguren schlüpfen rund 4.800 Menschen und leben an fünf Tagen ihre dargestellten Charaktere in der Stadt „Aldradach“ auf dem 40.000 Quadratmeter großen Gelände am Quast in Diemelstadt-Rhoden.
Wie im Mittelalter gibt es keinen Strom und kein fließendes Wasser. So wie damals führen die Teilnehmer auch hier ihr Leben - teils friedlich, aber auch mit spektakulären Schlachten. Verschiedene Gesellschaftsschichten, bei denen es auch hierarchische Unterschiede gibt, werden verkörpert und gelebt. Vom Habenichts bis zum Edelmann ist alles vertreten. Berufe wie Heiler, Schmied oder Barbier gehören ebenfalls dazu. Mit einer eigenen Währung wird gehandelt und gefeilscht. Sogar eine Partnervermittlung fehlt da nicht. Besonders furchteinflößend präsentieren sich die Orks. Schon der Eingang zu deren Lager lässt einen gruseln. Mit Totenschädeln und Skeletten verziert und einem nicht weniger gruseligen Torwächter schrecken sie ihre Gegner schon von weitem ab.
Das Drachenfest in Diemelstadt-Rhoden gilt als das größte seiner Art in ganz Europa und erfordert natürlich eine perfekte Organisation. Etwa zehn Tage vor Beginn hat das rund 200-köpfige Veranstalter-Team alle Hände voll zu tun, um das Gelände gut und sicher vorzubereiten, damit die Teilnehmer mit ihrem Equipment anreisen können. Meist reisen diese mit Anhänger oder Transporter an, denn nur so können sie ihr erforderliches Zubehör, wie Kostüme, Zelte und was sie für ihre Fantasiefigur und das Leben in Aldradach benötigen, transportieren.
Das Leben in einer anderen Rolle und einer Fantasiewelt steht für die Teilnehmer an erster Stelle. Vorrangig ist der Abenteuerspaß und die gemeinsame Leidenschaft für dieses eher ungewöhnliche Hobby.